
Abnahme des Hörvermögens bis hin zum vollständigen Verlust des Hörens (=Taubheit).
1.) Anastasiadou, S., & Al Khalili, Y. (2023, May 23). Hearing loss. In StatPearls. StatPearls Publishing. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK542323/
Warum ist ein Hörverlust ein Risikofaktor für Demenz?
| Hintergrund: | Je schwerer das Hörvermögen eingeschränkt ist, desto höher ist das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. |
| Mechanismen: | Hörverlust trägt zu einem Kettenreaktionseffekt bei, der zu einer Abnahme der sozialen Teilnahme, des psychischen Wohlbefindens und der körperlichen Aktivität führt, was das Risiko für einen kognitiven Abbau und Demenz erhöhen kann. Psychosoziale Faktoren, wie Einsamkeit, Depression und soziale Isolation, können durch Hörverlust zunehmen, da durch den Hörverlust die soziale Interaktion gehemmt ist. Hörverlust kann zu einer verringerten kognitiven Reserve (eine Art Puffer des Gehirns, um eine nachlassende geistige Leistungsfähigkeit auszugleichen) aufgrund verminderter Stimuli aus der Umwelt, einem höheren Bedarf an kognitiven Ressourcen, die für das Zuhören benötigt werden, oder einer Kombination beider Elemente führen. Ursache können zugrundeliegende Gefäßerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein, die sich sowohl auf die Cochlea (Hörschnecke) als auch auf Teile des menschlichen Gehirns (Temporallappen) auswirken. |
1.) Livingston G, Huntley J, Liu KY, Costafreda SG, Selbæk G, Alladi S, Ames D, Banerjee S, Burns A, Brayne C, Fox NC, Ferri CP, Gitlin LN, Howard R, Kales HC, Kivimäki M, Larson EB, Nakasujja N, Rockwood K, Samus Q, Shirai K, Singh-Manoux A, Schneider LS, Walsh S, Yao Y, Sommerlad A, Mukadam N. Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet. 2024 Aug 10;404(10452):572-628. doi: 10.1016/S0140-6736(24)01296-0. Epub 2024 Jul 31. PMID: 39096926.
2.) World Health Organization (WHO). Risk reduction of cognitive decline and dementia: WHO guidelines, second edition. Geneva: World Health Organization; 2026. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO. ISBN 978-92-4-012355-7
Was kann ich tun?
Menschen, die bei sich selbst eine Verschlechterung der Hörfähigkeit bemerken oder durch Dritte darauf hingewiesen werden, sollten ihr Hörvermögen regelmäßig überprüfen lassen und einen Hörgeräteakustiker aufsuchen.
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Sofern ein eingeschränktes Hörvermögen erkannt wurde, sollte ein Hörgerät verwendet werden. Langzeitstudien haben gezeigt, dass Hörgeräte der wesentliche protektive Faktor sind, um das Demenzrisiko durch ein eingeschränktes Hörvermögen zu mindern.
Hörgeräte sollten zur Behandlung von Hörverlust eingesetzt werden und nicht ausschließlich zum Zweck der Demenzprävention dienen. Die Wirksamkeit von Hörhilfen kann je nach Art und Schweregrad des Hörverlusts sowie dem Umfang der Nutzung des Geräts variieren. [
1.) Livingston G, Huntley J, Liu KY, Costafreda SG, Selbæk G, Alladi S, Ames D, Banerjee S, Burns A, Brayne C, Fox NC, Ferri CP, Gitlin LN, Howard R, Kales HC, Kivimäki M, Larson EB, Nakasujja N, Rockwood K, Samus Q, Shirai K, Singh-Manoux A, Schneider LS, Walsh S, Yao Y, Sommerlad A, Mukadam N. Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet. 2024 Aug 10;404(10452):572-628. doi: 10.1016/S0140-6736(24)01296-0. Epub 2024 Jul 31. PMID: 39096926.
2.) World Health Organization (WHO). Risk reduction of cognitive decline and dementia: WHO guidelines, second edition. Geneva: World Health Organization; 2026. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO. ISBN 978-92-4-012355-7

