Der digiDEM Bayern-Wissenstest Demenz stärkt die Gesundheitskompetenz aller. Denn wer, unabhängig vom Alter, gut informiert ist und seinen Bildungshorizont erweitert, achtet besser auf seine eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer. Praktiker*innen im Gesundheits- und Sozialwesen profitieren von technologiebasierten Demenzschulungen.

Der kostenfreie Online-Wissenstest über die Alzheimer-Demenz erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Er umfasst 30 leichtverständliche Fragen zum Beispiel aus den Bereichen Risikofaktoren, Pflege und Betreuung sowie Symptome oder Krankheitsverlauf. Zu jeder Antwort, egal ob man sie „richtig“ oder „falsch“ bewertet, gibt es eine wissenschaftlich untermauerte Begründung sowie eine ausführliche Übersicht über das Gesamtergebnis.

Wer seine Gesundheitskompetenz stärkt, profitiert in vielfacher Hinsicht.
Foto: Shutterstock

Vermittlung von Gesundheitswissen

Sich über Demenz zu informieren, hat Vorteile. Denn mehr Gesundheitswissen führt zu mehr Sensibilisierung für Demenz – und damit zu einer größeren gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz für die besondere Lebenssituation von Menschen mit Demenz. Auf diese Weise kann jeder mithelfen, der Stigmatisierung von Demenz aktiv entgegenzuwirken. Denn Demenz darf kein Tabuthema mehr sein.

Der digitale Wissenstest Demenz trägt dazu bei, Wissen über die komplexe Erkrankung zu vermitteln und die Demenzkompetenz aller zu stärken. Dies ist auch notwendig, wie aus einer niederländischen Studie hervorgeht. Demnach unterlagen 68 Prozent der Studienteilnehmenden, also die große Mehrheit, der Fehleinschätzung, dass Demenz ein normaler Teil des Alterungsprozesses sei. Zudem waren Teilnehmende mit hohem Bildungsstand besser informiert über die Risikofaktoren für Demenz und die Möglichkeiten zur Verringerung des Demenzrisikos als Teilnehmende mit niedrigem bis mittleren Bildungsstand.

Auch jüngere Menschen sollten sich, so die Forscher*innen, der Symptome und der Schwere einer Demenzerkrankung stärker bewusst werden. Wer etwa Wert auf gesunde Lebensweise legt, kann das Risiko einer späteren Demenzerkrankung verringern.

Mehr an Demenzkompetenz für Praktiker

Demenzspezifisches Wissen bei Praktiker*innen im Gesundheits- und Sozialwesen lässt sich laut einer Übersichtsarbeit von Forschenden aus Großbritannien dann erfolgreich aufbauen, wenn Demenzschulungen technologiebasiert sind. Dazu gehört etwa das Online-Lernen mittels Multimedia-Methoden. Besonders Fachkräfte im ländlichen Raum könnten davon profitieren. Die digitale Kompetenz in der Demenzpflege müsse jedoch als eine Kernkompetenz anerkannt und unterstützt werden. In den zugrundeliegenden Studien wurden unter anderem Medizin- und Pflegestudierende in der Hochschulausbildung, Langzeitpflegekräfte, Hausärzte und Krankenhausmitarbeitende befragt.

Testen Sie Ihr Demenzwissen – hier geht’s zum digiDEM Bayern-Wissenstest Demenz

Hier geht’s zu den beiden Studien:

Knowledge, health beliefs and attitudes towards dementia and dementia risk reduction among the Dutch general population: a cross-sectional study (nih.gov)

The characteristics of effective technology-enabled dementia education: a systematic review and mixed research synthesis | Systematic Reviews | Full Text (biomedcentral.com)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.