Das Warnsignal, das im Wortsinn leicht zu überhören sein kann, heißt Schwerhörigkeit. Ein schlechtes Gehör gilt als Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz. Der digiDEM Bayern-Online-Hörtest dient dabei bereits seit 2021 als Früherkennungsinstrument einer Hörminderung.

Online-Hörtest
Foto: AdobeStock

Wie die renommierte Fachzeitschrift “The Lancet” bereits 2020 berichtete, ist Schwerhörigkeit im mittleren Alter der bedeutsamste veränderbare Risikofaktor für die Entstehung einer Demenz. Mehr noch. Auf Schwerhörigkeit lassen sich sogar acht Prozent aller Demenzerkrankungen zurückführen, heißt es in dem Kommissionsbericht weiter. 

Früherkennung einer Hörminderung

Umso wichtiger ist die Früherkennung einer Hörminderung und die rechtzeitige Behandlung. Das Tragen von Hörgeräten kann dabei das Demenzrisiko verringern. Aus diesem Grund hat das digiDEM Bayern-Team schon im Februar 2021 seinen digitalen Online-Hörtest an den Start gebracht. Auch dieses digitale Angebot wurde – wie alle anderen digiDEM Bayern-Angebote auch – wissenschaftlich evaluiert und steht kostenfrei zur Verfügung. Die Ergebnisse der Studie bestätigten, dass sich der Test für das Hörscreening eignet. Einen diagnostischen Test ersetzt er jedoch nicht.

Nur drei Minuten dauert es, den Online-Hörtest zu absolvieren, am besten in einer ruhigen Umgebung. Der Test bezieht sich auf den unversorgten Hörverlust. Während des Tests sollten Hörgeräte also nicht getragen werden.

Hier geht’s zum digiDEM-Bayern-Hörtest.

Hier geht’s zu den Studien:

The German Digit Triplets Test (Part II): Validation and Pass/Fail Criteria. Z Audiol, 2015. 54 (1): 6 – 13.

Longitudinal Changes in Hearing and Visual Impairments and Risk of Dementia in Older Adults in the United States. JAMA Netw Open. 2022 May 2;5(5):e2210734.

Dementia prevention, intervention, and care: 2020 Report of the Lancet Commision. Lancet 2020. 396: 413 – 46.

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