1989 entwickelt, eignet sich der IQCODE-Fragebogen besonders gut für alle Bevölkerungsgruppen unabhängig von Bildungsniveau oder dem beruflichen Status.

Der IQCODE Fragebogen eignet sich für alle Bevölkerungsgruppen, um Demenz zu erkennen.

Sowohl in der Forschung als auch in der klinischen Praxis kommen Demenz-Screeningtests wie zum Beispiel der Mini-Mental-Status-Test (MMST) häufig zum Einsatz. Die Screeningtests, bei denen nicht die Untersuchung der Betroffenen selbst, sondern die Beurteilung durch Dritte wie zum Beispiel Angehörige oder Pflegende erfragt wurde, übernehmen eine wichtige und ergänzende Funktion. Denn auf diese Weise kann eine Demenz auch bei jenen Menschen zeitgerecht erkannt werden, die zum Beispiel akut krank sind oder die sich einem kognitiven Test nicht selbst unterziehen möchten.

Einschätzung des kognitiven Abbaus

Einen solch speziellen Fragebogen als Früherkennungsinstrument stellte das Forscher*innenteam rund um Anthony F. Jorm 1989 erstmals der Öffentlichkeit vor. Beschrieben ist darin der konkrete Ansatz, wie sich eine demenzielle Erkrankung zuverlässig erkennen lässt. Das Team entwickelte den Fragebogen IQCODE (Informant Questionnaire on Cognitive Decline in the Elderly). Es handelt sich dabei um ein Instrument zur Einschätzung des kognitiven Abbaus bei betroffenen Menschen durch eine nahestehende Person. Übersetzt wurde der IQCODE insgesamt in 22 Sprachen, darunter chinesisch, niederländisch, finnisch, französisch, deutsch, italienisch, japanisch, koreanisch, norwegisch, polnisch, spanisch und thai.und Pflege, das psychologische Wohlbefinden und auf die Gesundheit generell.

Der Fokus des Fragebogens liegt auf den Veränderungen der Gedächtnisleistung im Beobachtungszeitraum. Die einzelnen Fragen werden von einer nahestehenden Person beantwortet, die betroffene Person selbst muss sich keiner Untersuchung unterziehen. Die Studie zeigt, dass der Fragebogen eine hohe Zuverlässigkeit (Reliabilität) und Gültigkeit (Validität) vorweist. Die Ergebnisse dieses Fragebogens korrelieren dabei in hohem Maße mit dem Mini-Mental-Status-Test (MMST), der in der klinischen Anwendung weit verbreitet ist sowie mit dem Grad der Pflegebedürftigkeit des Probanden. Auf Grund der einfachen und verständlichen Fragen und Antwortmöglichkeiten eignet sich der Fragebogen besonders gut für alle Bevölkerungsgruppen unabhängig von Bildungsniveau oder dem beruflichen Status.

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