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Was verbirgt sich hinter dem Hörsinn? Neben der Orientierung, geistigen Anregung und der Verständigung mit Anderen liefert er entscheidende Funktionen für das alltägliche Leben. Auch im Zusammenhang mit Demenz ist die auditive Wahrnehmung von Bedeutung. Sie kann dabei helfen, Fehldiagnosen vorzubeugen und die Gefahr der gesundheitlichen Fehlversorgung einzudämmen. In unserem ersten Teil der „Hören und Demenz“-Webinar-Reihe geht es daher insbesondere um Fakten zu Hörverlust und Demenz.

Hier gibt es das Webinar als PDF zum Download.

Fragen der Teilnehmer*innen und Antworten des Webinar-Teams:

Warum waren bei der Studie mit dem Titel „Hearing loss and the risk of dementia in later life“ von Ford und Kollegen aus dem Jahr 2018 nur Männer beteiligt?

Die Studie bezieht sich auf eine große Gruppe an Männern in Australien, die am Programm „Gesundheit bei Männern“ teilnahmen. Auch die Autor*innen schreiben, dass sich aufgrund der ausschließlich männlichen Stichprobe die Ergebnisse nicht über alle Geschlechter hinweg verallgemeinern lassen. Die Ergebnisse wurden aber von der Forschergruppe mit anderen Studien, die ebenso Frauen einschlossen, abgeglichen. Hiernach gleichen die vorliegenden Ergebnisse den Studien, die auch Frauen mit eingeschlossen hatten.

Wie lässt sich die Akzeptanz von Hörgeräten steigern?

Um die Akzeptanz von Hörgeräten zu steigern, legen Hörgeräte-Hersteller ihr Augenmerk verstärkt auf modernes Design und neuartige Technologien. Beispielweise gleichen manche Hörgeräte modernen In-ear-Kopfhörern und ähneln damit eher einem Accessoire. Auch der persönliche Stil spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die Akzeptanz von Hörgeräten zu steigern. Besonders wichtig ist es insgesamt, den Betroffenen das Gefühl zu vermitteln, nicht allein mit diesem Thema zu sein und einen positiven Umgang mit dem Hörgerät zu fördern. Dies kann z.B. schon damit beginnen, regelmäßig zum Hörgeräteakustiker zu gehen und das Gerät adäquat einstellen zu lassen, sodass es den betroffenen Personen auch wirklich hilft.

Mittwoch, 09.09.2020, 11.00-11.30 Uhr

Marina Selau

Wissenschaftliche Mitarbeiterin M. Sc.

Vortrag und Moderation

Kristina Holm

Wissenschaftliche Mitarbeiterin M. Sc.

Betreuung Chatroom & Fragen

Ein unversorgter Hörverlust kann weitreichende Folgen haben – ein erhöhtes Demenzrisiko zum Beispiel. Eine häufig auftretende Folge von Schwerhörigkeit ist unter anderem die soziale Isolation. Diese kann wiederum das Risiko steigern, an einer Demenz zu erkranken. Der Hörverlust und die Demenz beeinflussen sich folglich in vielerlei Hinsicht. Wie genau die beiden Erkrankungen noch zusammenhängen, welche wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und inwiefern der Hörverlust das Risiko einer Demenzerkrankung beeinflussen kann, erfahren Sie im ersten Teil unserer Webinarreihe zum Themenkomplex „Hören und Demenz“.

Hier finden Sie unser zweites Webinar über Hören und Demenz: „Hören und Demenz – Teil 2“

Mit der Webinar-Reihe „Science Watch LIVE“ bieten wir einen zusätzlichen Service zu unserem monatlichen Newsletter digiDEM Bayern Science Watch, in dem wir wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Demenzforschung bereitstellen.  

Vor dem Hintergrund massenhaft verbreiteter Halbwahrheiten und Fake News, aktuell zum Beispiel über das neue Corona-Virus, ist gerade jetzt evidenzbasierte Wissenschaft gefragt. Es ist wichtiger denn je, wissenschaftliche Erkenntnisse so zu vermitteln, dass sie für die Gesellschaft verständlich sind und ein Austausch darüber gefördert wird. Dazu möchten wir als digiDEM Bayern-Projektteam beitragen, jetzt auch mit digiDEM Bayern Science Wach LIVE.

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