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Welche digitalen Angebote aus dem Bereich „Unterstützung und Unterhaltung“ gibt es für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige? Dazu gibt es in unserem zweiten Webinar digiDEM Bayern Science Watch LIVE einen Überblick. Hier können Sie sich das Webinar noch einmal ansehen. Wir freuen uns über Feedback in den Kommentaren!

Hier gibt es das Webinar als PDF zum Download.

Fragen der Teilnehmer*innen und Antworten des Webinar-Teams:

Wie werden solche Hilfen bei den Betroffenen ausgerollt?

Bei den von uns vorgestellten digitalen Angeboten handelt es sich überwiegend um Forschungsprojekte. Diese haben meist nur eine begrenzte Projektlaufzeit und sind in der Regel noch nicht für die Allgemeinheit verfügbar. Nach Überprüfung der Wirksamkeit der Hilfsangebote im Rahmen der Projekte sollen diese im Idealfall der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Dies kann je nach digitalen Angeboten auf unterschiedliche Wege geschehen.

Beispielsweise wird durch die Hochschule Furtwangen seit Dezember 2018 aufbauend auf das Projekt InterMem das Nachfolgeprojekt RemeMTI (Interaktive Medien für die Erinnerungspflege und soziale Betreuung von Menschen mit Demenz) durchgeführt. Das Projekt bezieht ausgewählte und praxisfähige Inhalte von InterMem ein und möchte diese in Tablet-PC-Apps für Betreuungskräfte, Angehörige sowie interessierte Personen und Institutionen überführen (Webseite: https://www.technik-zum-menschen-bringen.de/projekte/rememti).

Gibt es Erkenntnisse darüber, wie gut die Angebote genutzt werden und wie Menschen mit Demenz damit zurecht kommen?

Da es sich bei den vorgestellten digitalen Angeboten um Forschungsprojekte handelt werden diese wissenschaftlich auf ihre Anwendbarkeit untersucht und evaluiert. Hier wird, wie beispielsweise bei der Entwicklung der App des Projekts ReAct, sehr eng mit Menschen mit Demenz zusammengearbeitet (https://www.bridgeit.dk/project/react/).

Bei ReAct, Smart4MD und InterMem handelt es sich um Projekte, die zunächst nur einer begrenzten Anzahl von Personen zur Verfügung gestellt werden. Bei AniTa handelt es sich um ein deutschlandweites Projekt, bei dem sich jeder registrieren kann. Auch jene, die selbst keine Leistung erhalten möchten (https://www.anita-familie.de/). Allerdings sind auf der Webseite keine Angaben zur Anzahl der Registrierungen und Nutzungsdaten veröffentlicht.

Welche Kosten kommen bei AniTa auf Nutzer zu?

Durch AniTa werden Tauschpatenschaften vermittelt. Die Anmeldung ist kostenlos.

Gibt es die Möglichkeit, für die Fernbetreuung über AniTa den Entlastungsbeitrag zu nutzen?

AniTa basiert auf einem Tauschprinzip, bei dem Tauschpatenschaften über eine Onlineplattform vermittelt werden. Ein Entlastungsbeitrag kann nicht genutzt werden. AniTa befindet sich derzeit noch in der Erprobungsphase und wird in diesem Zeitraum vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) finanziert.

Gibt es die Apps ReAct und Smart4MD auch schon in deutscher Sprache? Wie kann man diese nutzen?

Nein, beide Angebote sind nach unserem Kenntnisstand nicht in deutscher Sprache verfügbar.

Haben Sie Empfehlungen über aktuelle Förderbekanntmachungen, über die man solche innovativen Angebote finanzieren kann?

Für Projekte verschiedener Art gibt es Förderprogramme und Finanzhilfen der Bundesländer oder des Bundes. Informationen hierzu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Dort ist eine Förderdatenbank des Bundes, der Länder und der EU hinterlegt. Hier werden Ihnen nach Eingabe von Thema, Bereich oder Postleizahl über eine Suchfunktion passende Förderprogramme vorgeschlagen (Webseite: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Foerderprogramme/foerderprogramme.html). Ein Beispiel für ein Förderprogramm der EU ist „Horizont 2020“, bei welchem es sich um ein Rahmenprogramm für Forschung und Innovation handelt.

Donnerstag, 16.04.2020, 11.00-11.30 Uhr

Anna Kirchner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin M. Sc.

Betreuung Chatroom & Fragen

Christina Chmelirsch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin MM. Sc.

Vortrag und Moderation

Mit der Webinar-Reihe „Science Watch LIVE“ bieten wir einen zusätzlichen Service zu unserem monatlichen Newsletter digiDEM Bayern Science Watch, in dem wir wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Demenzforschung bereitstellen.  

Vor dem Hintergrund massenhaft verbreiteter Halbwahrheiten und Fake News, aktuell zum Beispiel über das neue Corona-Virus, ist gerade jetzt evidenzbasierte Wissenschaft gefragt. Es ist wichtiger denn je, wissenschaftliche Erkenntnisse so zu vermitteln, dass sie für die Gesellschaft verständlich sind und ein Austausch darüber gefördert wird. Dazu möchten wir als digiDEM Bayern-Projektteam beitragen, jetzt auch mit digiDEM Bayern Science Wach LIVE.

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