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Wie kann Forschung zu einer besseren Prävention führen? Auch diese Frage wurde auf der Alzheimer Europe-Konferenz vom 23.-25.10. in Den Haag diskutiert. Im Fokus standen dabei Maßnahmen, die sich auf verschiedene Bereiche des Lebensstils beziehen und das Risiko für Demenz senken können.

Älteres Paar fährt mit Fahrrädern über eine Wiese.

Auf die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ging Tiia Ngandu ein, Forschungsmanagerin und Leiterin der Gruppe Demenzprävention am Finnischen Institut für Gesundheit und Soziales in Helsinki. Ihr Vortrag befasste sich mit dem Thema: „Multi-domäne Lifestyle-Interventionen zur Prävention von kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz: von der FINGER-Studie zu World-Wide FINGERS“. Sie betonte, wie wichtig es angesichts des weltweiten Anstiegs von Demenzerkrankungen sei, wirksame Präventivmaßnahmen für Demenz und Alzheimer zu finden. Die multifaktorielle Ätiologie der Demenz und die spät einsetzende Alzheimer-Erkrankung bedeuteten, dass höchstwahrscheinlich Interventionen effektiv seien, die auf mehrere Lifestyle-bezogene und vaskuläre Risikofaktoren abzielten. 

FINGER als „bahnbrechende Studie“

Tiia Ngandu wies auf die FINGER-Studie als eine „bahnbrechende Studie“ hin, die den ersten Beweis dafür liefere, dass multidimensionale Lifestyle-Interventionen kognitive Beeinträchtigungen verhindern könnten. Die Intervention von FINGER habe auch positive Auswirkungen auf das tägliche Funktionieren, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Entwicklung neuer chronischer Krankheiten. Die Implementierung des FINGER-Modells in einen Kontext der öffentlichen Gesundheit ist Ngandu zufolge im Gange, und das FINGER-Modell wird im Rahmen des Netzwerks „Word-Wide FINGERS“ weltweit in neuen Studien angepasst und getestet. https://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422(17)30431-3/fulltext

Die 29. Alzheimer Europe-Konferenz fand vom 23.-25. Oktober 2019 in Den Haag statt. 954 Gäste aus 46 Ländern nahmen an dem Kongress mit dem Titel „Wertvolle Verbindungen herstellen“ teil. Im Mittelpunkt stand der Austausch von Forschung, Projekten und Erfahrungen. Auch digiDEM Bayern wurde auf der Konferenz vorgestellt. https://www.alzheimer-europe.org/

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