Digitales Demenzregister Bayern: Stürze bei Menschen mit kognitiven Beeinschränkungen

Digitales Demenzregister Bayern: Stürze bei Menschen mit kognitiven Beeinschränkungen

Hintergrund: Stürze im Alter gelten als eine der Hauptursachen für körperliche Behinderung und sind zudem mit erhöhten Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten verbunden. Etwa 30-40 % der Personen über 65 Jahre stürzen einmal im Jahr, dabei ist das Sturzrisiko von Menschen mit Demenz im Vergleich zu Menschen ohne Demenz verdoppelt [1, 2].

Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist es, Stürze von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in einen Zeitraum von 6 Monaten abzubilden und mögliche Einflussfaktoren zu ermitteln.

Methode: Datengrundlage ist die multizentrische, prospektive Registerstudie ‚Digitales Demenzregister Bayern – digiDEM Bayern‘. Sowohl in der Erstbefragung als auch in der Folgebefragung nach 6 Monaten wurde nach einem Sturzereignis innerhalb der letzten 6 Monate gefragt. Zudem wurden soziodemografische und gesundheitsbezogene Daten erhoben. Zur statistischen Auswertung wurden Zusammenhänge und lineare Regressionen berechnet.

Praxisbezug: Eine Sturzprävention ist durch verhaltensbezogenen Anpassungen (z.B. körperliche Aktivität und Gewichtskontrolle) und Anpassung der Umgeben (z.B. Anbringung von Haltegriffen und Entfernen von Stolperfallen) möglich [3]. Bei der Bereitstellung und Implementierung von Sturzpräventionsprogrammen sollten die identifizierten Einflussfaktoren berücksichtigt werden.

Literaturverzeichnis:

[1] Alzheimer’s Disease International (2022). World Alzheimer Report 2022. Life after diagnosis: Navigating treatment, care and support. Alzheimer’s Disease International

[2] Dev, K., Javed, A., Bai, P., Memon, S., Alam, O., Batool, Z., & Murlidhar, F. (2021). Prevalence of falls and fractures in Alzheimer’s patients compared to general population. Cureus13(1).

[3] World Health Organization (2008). Global report on falls prevention in older age. World Health Organization

Vortrag vorgestellt auf dem 12. Kongress der Deutschen Alzheimergesellschaft am 11.10.2024

Anne Keefer

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