Betreuungskräfte, die für einen begrenzten Zeitraum im Haushalt von Menschen mit Demenz wohnen, können eine erhebliche Entlastung für pflegende An- und Zugehörige darstellen. Diese „Live-in-Hilfen“, die häufig auch als „24-Stunden-Betreuungskräfte“ bezeichnet werden, haben meist keine pflegerische Berufsausbildung und sollen vor allem im Haushalt und bei alltäglichen Betreuungsaufgaben unterstützen.
Häufig ist das Vorliegen einer Demenz der Grund dafür, dass sich Familien für dieses Modell der Unterstützung entscheiden. Allerdings wurde bisher kaum wissenschaftlich untersucht, wie sich das Zusammenleben im Alltag gestaltet und ob dieses Modell eine gute Versorgung von Menschen mit Demenz ermöglicht.
Dr. Milena von Kutzleben ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Department für Versorgungsforschung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Dort leitet sie die DFG-geförderte Studie „Osteuropäische Live-In-Hilfen in häuslichen Versorgungstriaden bei Demenz (TriaDe)“. In dieser Studie wird das Modell der „Live-In-Versorgung“ aus drei Perspektiven untersucht: aus Sicht der Menschen mit Demenz, der pflegenden An- und Zugehörigen sowie der „Live-In-Kräfte“.
Im Webinar stellt Dr. Milena von Kutzleben erste Ergebnisse der Studie „TriaDe“ vor. In diesem Zusammenhang geht sie sowohl auf Chancen aber auch auf Herausforderungen des Versorgungskonzepts mit „Live-In-Hilfen“ ein. Darüber hinaus beleuchtet sie die aktuelle gesellschaftliche und politische Debatte zum Live-in-Arrangement in Deutschland.
Hier gibt es das Webinar als PDF zum Download.

Florian Weidinger, M. Sc.
Wissenschaftlicher MitarbeiterModeration

Jana Rühl, M. Sc.
Wissenschaftliche MitarbeiterinChatroom und Betreuung
