Hintergrund: In Deutschland fahren immer mehr Personen über 65 Jahren Auto [1]. Allerdings steigt mit dem Alter auch das Risiko für körperliche und kognitive Beeinträchtigungen, die sich auf die Fahrtauglichkeit auswirken können [2]. Wer auf das Autofahren verzichtet, wird oft mit Einschränkungen in Autonomie und Lebensqualität konfrontiert [3].

Zielsetzung: Ziel der Auswertung ist es, soziodemografische und gesundheitsbezogene Ursachen der Entscheidung, Auto zu fahren bei Menschen mit Mild Cognitive Impairment (MCI) oder leichter bis moderater Demenz zu identifizieren.

Methode: Datengrundlage ist die Erstbefragung der multizentrischen, prospektiven Registerstudie‚ Digitales Demenzregister Bayern – digiDEM Bayern‘. Neben deskriptiven Auswertungen wurde eine binär logistische Regression durchgeführt und durchschnittliche Marginaleffekte (AMEs) interpretiert.

Ausblick: Die Entscheidung, weiterhin Auto zu fahren, hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich Alter, Geschlecht, Wohnort sowie kognitiven und körperlichen Fähigkeiten. Eine regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit und die Bereitstellung alternativer Mobilitätsmöglichkeiten sind entscheidend für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit und den Erhalt der Lebensqualität. Das professionelle und private Umfeld von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen spielt dabei für eine zeitgerechte Auseinandersetzung mit diesen Themen eine entscheidende Rolle.

Literaturverzeichnis:

[1] Kraft-Bundesamt, Der demografische Wandel hinterm Steuer. Anteil der Inhaber:innen
deutscher Fahrerlaubnisse, die 65 Jahre und älter sind (in %).
https://de.statista.com/infografik/31368/inhaberinnen-deutscher-fahrerlaubnisse-die-65-jahreund-aelter-sind/. (Zugriff am 21.08.2024).

[2] A. Brunnauer, V. Buschert, G. Laux, Demenz und Autofahren., Der Nervenarzt 85(7)
(2014) 811-815. doi:10.1007/s00115-013-3992-4

[3] V. Gouldsborough, F. Fairmichael, C. Davison, V. Hetherington, R. Barber, Driving
following a diagnosis of dementia: Exploring the views and experiences of people with
dementia—A UK survey, International Journal of Geriatric Psychiatry 38(2) (2023) e5874.

2025-08-26_DKVF_AKE_FINAL_V1

Vortrag vorgestellt auf dem 24. Deutschen Kongress der Versorgungsforschung am 23.09.2025

Anne Keefer

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