Das Gefühl der Einsamkeit ist unter älteren Menschen im Zuge der Corona-Pandemie offenbar gestiegen. So fühlten sich im Sommer 2020 laut den Ergebnissen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 14 Prozent der 46- bis 90-Jährigen einsam. Damit ist der Anteil 1,5-mal höher als in den Befragungsjahren 2014 und 2017.
Einsamkeit im Alter war bereits vor der Corona-Pandemie ein bekanntes Problem. Durch die Kontaktbeschränkungen in den Jahren 2020 und 2021 haben die Themen Einsamkeit und soziale Isolation jedoch alle Altersgruppen erreicht und noch mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung erlangt.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Demenz? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres Webinars. Dabei stellte das digiDEM-Team aktuelle Berichte und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema vor. Unter anderem ging es darum, ob Einsamkeit ein Risikofaktor für kognitiven Abbau und eine damit verbundene Demenz ist.
Here is the webinar as a PDF for Download.
Participant Questions and Webinar Team Answers:
Digitale Anwendungen sind nicht für alle Menschen gleich zugänglich und können mit Vorbehalten behaftet sein. Zum Beispiel, wenn man unsicher im Umgang mit der Technik ist oder bereits schlechte Erfahrungen gesammelt hat. Wenn digitale Anwendungen abgelehnt werden oder nicht anwendbar sind, kann dies in einer digitalisierten Gesellschaft durchaus zu weniger Partizipation und sozialer Teilhabe führen.
Trotzdem bietet die Digitalisierung auch älteren Personen die Chance, mit vielen Leuten in Kontakt zu bleiben, unabhängig von räumlicher Distanz oder körperlichen Einschränkungen.
Die Einsamkeit wurde mittels der „UCLA Loneliness Scale“ bewertet. Diese besteht aus den folgenden drei Fragen, welche auf einer Skala von 1-3 beantwortet werden: 1. „Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Sie keine Gesellschaft haben?“, 2. „Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Sie ausgegrenzt sind?“ und 3. „Wie oft haben Sie das Gefühl, dass Sie von anderen isoliert sind?“.
Zur Erhebung der sozialen Isolation wurde abgefragt, ob die Teilnehmenden mit einer/einem Partner*in zusammenleben und wie häufig der Kontakt zu ihren Kindern, Familienmitgliedern und Freunden besteht.
Ein Beispiel: Das Institut für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg forscht derzeit zum Themengebiet „Gesundheit und soziale Teilhabe (GesTe)“. In dem auf fünf Jahre angelegten Projekt werden Personen in Nürnberg befragt, und es wird ein individuelles Interventionsprogramm unter Einbeziehung der Teilnehmenden entwickelt. Ziel des Projekts ist die Steigerung oder Aufrechterhaltung der sozialen Teilhabe und die Einbeziehung von individuellen Erfahrungen bei der Erstellung von Lösungsstrategien. Weitere Informationen finden Sie unter: www.geronto.fau.de/geste
Dienstag, 27.07.2021, 11.00-11.45 Uhr

Anne Keefer
Research Associate, M.Sc.Moderation

Linda Karrer
Research Associate, M.Sc.Support Chatroom & Questions
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