0
(0)

Das Demenz-Forschungsprojekt “Digitales Demenzregister Bayern”, kurz digiDEM Bayern, zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in Bayern zu verbessern. Der Medizinische Dienst Bayern wird ab sofort im Rahmen seiner Pflegebegutachtung und Pflegeberatung auf die Angebote von digiDEM Bayern hinweisen und für die Teilnahme am Projekt werben.

Aufbau eines „Demenzregisters“ für Bayern

digiDEM Bayern baut für Bayern ein digitales “Demenzregister” auf, um den Langzeitverlauf der Erkrankung besser zu verstehen und einen Überblick zur Angebotslandschaft zu erhalten. Dafür werden aktuell Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz und ihre pflegenden Angehörigen zu ihrer Situation systematisch befragt. Darüber hinaus stellt digiDEM Bayern Online-Angebote zur Unterstützung im Alltag bereit: Seit Januar 2021 gibt es z.B. die “Angehörigenampel”, einen kostenlosen, anonymen Selbsttest, der pflegenden Angehörigen mittels gezielter Fragen den Grad ihrer persönlichen Belastung anzeigt und ihnen damit einen Anstoß zur Veränderung der Lebenssituation gibt.

Medizinischer Dienst Bayern unterstützt

Der Medizinische Dienst Bayern will dieses wichtige Projekt unterstützen und wird ab sofort im Rahmen seiner Pflegebegutachtung sowie Pflegeberatung auf die Angebote von digiDEM Bayern bei dem Verdacht kognitiver Beeinträchtigungen oder bei bestehender Demenzdiagnose hinweisen und für die Teilnahme an der Befragung werben. Frau Dr. Hanke-Ebersoll, Leiterin Pflege des Medizinischen Dienstes Bayern dazu: „Wir erleben jeden Tag die teilweise Hilfslosigkeit von Betroffenen und ihrer Angehörigen im Umgang mit einer demenziellen Erkrankung. digiDEM Bayern kann hier unserer Einschätzung nach einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Situation dieser Menschen beitragen, darum unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne.“ 

Zum Hintergrund: In Bayern leben derzeit mehr als 240.000 Menschen mit Demenz, bis 2030 wird die Zahl voraussichtlich auf 300.000 ansteigen. Die zukünftige Versorgung der Betroffenen stellt für die Gesellschaft eine der größten Herausforderungen dar. Dieser Herausforderung begegnet digiDEM Bayern, ein Projekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen und des Medical Valley EMN e.V., mit digitalen Lösungen. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.

Hier geht es zur Webseite des MD Bayern.

Wie interessant fanden Sie diesen Artikel?

Klicken Sie die Sterne zur Bewertung an

Durschnittliche Bewertung: 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher gibt es noch keine Bewertung. Geben Sie die erste ab!

Schade, dass Sie den Artikel nicht nützlich fanden.

Helfen Sie uns besser zu werden!

Was hat Ihnen nicht gefallen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.