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digiDEM Bayern Science Watch

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

fünf Worte reichen aus, um zu beschreiben, wie es um das Thema "Früherkennung von Demenzen" steht: "zu spät und zu wenig". Demenzdiagnosen werden häufig erst bei fortgeschrittener Symptomatik und damit zu spät gestellt, gleichzeitig gibt es zu wenige Demenzdiagnosen. Beides wirkt sich nachteilig sowohl auf Menschen mit Demenz als auch Pflegende aus.

Unser Anspruch ist es, die Lebensbedingungen von Betroffenen und ihren pflegenden Angehörigen in Bayern zu verbessern. Deshalb haben wir seit vergangenem Jahr fleißig daran gearbeitet, ein spezielles neues digitales Angebot zu entwickeln: den Online-Fragebogen zur Fremdeinschätzung der Gedächtnisleistung durch Dritte. Er ermöglicht es nahestehenden Personen von Betroffenen, deren kognitiven Abbau wissenschaftlich zuverlässig einschätzen zu können. In unserem April-Newsletter stellen wir Ihnen den Online-Fragebogen ausführlich vor.

Erfahren Sie in unserem ersten Beitrag alles Wissenswerte über das Screeninginstrument - an wen sich der Online-Fragebogen richtet und was er leistet.

Wussten Sie, dass es, gerechnet ab den ersten Symptomen, bis zu zwei Jahre dauert, bis eine Demenzdiagnose gestellt ist? Ein weiterer Beitrag informiert Sie deshalb über die Bedeutung der zeitgerechten Demenzdiagnose und warum es wichtig ist, zügig zu handeln.

"Unterdiagnostik" bei Demenz bedeutet, dass die Erkrankung nicht erkannt wird, weil notwendige Untersuchungen nicht durchgeführt und in der Folge zu wenige Demenzdiagnosen gestellt werden. Unser Beitrag darüber fasst das Wichtigste aus einer Studie zusammen, die für unser neues digitales Angebot wegbereitend war.

Gleichzeitig möchten wir Sie auf die Erstpublikation zum IQCODE-Fragebogen aufmerksam machen. Die Studie von Jorm et al. stammt von 1989. Darin beschrieben ist der konkrete Ansatz, wie sich eine demenzielle Erkrankung zuverlässig erkennen lässt.

Nicht zuletzt möchten wir Ihnen die Validierungsstudie von Ehrensperger et al. von 2010 nahebringen. Sie ist die wissenschaftliche Grundlage unseres IQCODE-Online-Fragebogens.

Unser Schwerpunktthema IQCODE umfasst also zahlreiche Aspekte. Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse und viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüße

Ihr digiDEM Bayern-Team

Schneller zur Demenzdiagnose mit einem Früherkennungsinstrument

Je rascher eine Alzheimer-Demenz oder eine andere Form von Demenz erkannt wird, desto zügiger lernen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit den Krankheitssymptomen umzugehen. Und desto zeitnaher können Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in die Wege geleitet werden. 75 Prozent der Menschen mit Demenz weltweit leben ohne eine gesicherte Diagnose, so der jüngste Welt-Alzheimer-Report 2021. Eine deutsche Studie berichtet einen ähnlichen …

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Der IQCODE-Fragebogen lässt sich am PC oder Smartphone ausfüllen.

Demenz zeitgerecht diagnostizieren

Die Diagnosestellung von Demenz erfolgt häufig mit deutlicher zeitlicher Verzögerung. Zwei Studien aus Deutschland begründen wissenschaftlich, warum es wichtig ist, dass Demenzdiagnosen zeitgerecht gestellt werden. Gerechnet ab dem Zeitpunkt der ersten Symptome dauert es bis zu zwei Jahre, bis die Demenzdiagnose gestellt wird. Zu diesem Ergebnis kam ein Team von Wissenschaftler*innen um Franziska Wolff von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie forschte …

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Die Diagnosestellung von Demenz erfolgt häufig mit deutlicher Verzögerung.

Demenz bleibt oft unerkannt

Die Rate an Menschen mit nicht diagnostizierter Demenz ist hoch. Dabei kann Demenzscreening das Erkennen der Erkrankung erheblich verbessern. Der jüngste Welt-Alzheimer-Report legte 2021 eindrucksvolle Zahlen vor. Weltweit werden 75 Prozent der Menschen mit Demenz nicht diagnostiziert. In einigen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen können es sogar 90 Prozent sein. Stigmatisierung und mangelndes Bewusstsein für Demenz stellen dort nach …

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Die Rate an Menschen mit nicht diagnostizierter Demenz ist hoch.

Wie sich die Demenz-Früherkennung verbessern lässt

1989 entwickelt, eignet sich der IQCODE-Fragebogen besonders gut für alle Bevölkerungsgruppen unabhängig von Bildungsniveau oder dem beruflichen Status. Sowohl in der Forschung als auch in der klinischen Praxis kommen Demenz-Screeningtests wie zum Beispiel der Mini-Mental-Status-Test (MMST) häufig zum Einsatz. Die Screeningtests, bei denen nicht die Untersuchung der Betroffenen selbst, sondern die Beurteilung durch Dritte wie zum Beispiel Angehörige oder Pflegende …

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Der IQCODE Fragebogen eignet sich für alle Bevölkerungsgruppen, um Demenz zu erkennen.

Hohe diagnostische Trennschärfe auch bei sieben Fragen

Ein deutsches Team aus Wissenschaftler*innen hat sich mit der diagnostischen Genauigkeit des IQCODE-Fragebogens befasst. Seit seiner Einführung wurde der IQCODE zu einem der am häufigsten verwendeten und am besten wissenschaftlich untersuchten informantenbasierten Screening-Instrumenten. Mit seiner Hilfe gelingt es, kognitiv gesunde Menschen und Menschen mit Demenz in verschiedenen Fortschrittsstadien klar voneinander abzugrenzen. Zentrale Fragestellungen Im Sinne der zeitgerechten Erkennung einer Demenz …

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Die sieben Fragen des IQCODE sind ein hervorragendes Screeninginstrument.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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