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Das sind unsere Topthemen des Monats:

Ist wirtschaftliche Ungleichheit ein Demenzrisikofaktor?
Frontotemporale Demenz: Wenn strafrechtliche Verfolgung droht
Demenzprävention dank Hund und Katze
Suizidalität bei Menschen mit Demenz
Dem Gehirn zuliebe auf Süßstoffe verzichten


Titelbild digiDEM Bayern

Liebe Leserin, lieber Leser,

unser digiDEM Bayern Science Watch®-Newsletter im Oktober zeigt einmal mehr den Facettenreichtum neuester Erkenntnisse aus der internationalen Demenzforschung. Wir sind als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der evidenzbasierten Medizin verpflichtet. Deshalb ist es unsere Verantwortung, auch Themen in unsere Gesellschaft hineinzutragen, die noch immer Tabus berühren und deren Umgang höchste Sensibilität erfordert. Kriminelles Risikoverhalten bei Menschen mit Demenz, Suizidalität und die Frage der sozialen Gerechtigkeit in Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung sind keine Randerscheinungen und dürfen nicht Grund für Vorverurteilungen sein.

Vielmehr gilt es, Betroffene zu schützen und ihnen mehr Verständnis entgegenzubringen, auch wenn es manchmal vielleicht schwerfallen mag. Aktuellste Forschungsergebnisse, über die wir in diesem Newsletter berichten, tragen dazu bei, dass Menschen mit Demenz nicht noch weiter stigmatisiert werden.

In unserem ersten Artikel geht es um die Frage Ist wirtschaftliche Ungleichheit ein Demenzrisikofaktor? Vermögen, Einkommen und das Risiko von Menschen ab 80 Jahren in Deutschland, an Demenz zu erkranken: Welche Zusammenhänge gibt es, kommen wirtschaftliche Ungleichheiten zum Tragen? Die Fragestellungen untersuchten Forschende aus Deutschland, Großbritannien und Australien.

Unser zweiter Beitrag Frontotemporale Demenz: Wenn strafrechtliche Verfolgung droht behandelt ein Tabuthema. Bei Menschen mit Frontotemporaler Demenz (FTD) tritt kriminelles Risikoverhalten häufiger auf als bei Menschen mit anderen Formen von Demenz. Das haben Forschende aus Deutschland, den Niederlanden und Australien herausgefunden. Ihre Studie wurde im August 2025 in der international renommierten Fachzeitschrift Nature Translational Psychiatry publiziert.

Dass Haustiere einen positiven Einfluss auf die kognitive Funktion haben und einem kognitiven Abbau im späteren Erwachsenenalter entgegenwirken können, ist wissenschaftlich bereits belegt. Doch macht es einen Unterschied, welches Haustier man hat? Und welche Rolle spielt das Alter, in dem man sich das Haustier zulegt? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz sind diesen Fragen nachgegangen. In Demenzprävention dank Hund und Katze stellen wir Ihnen die Forschungsergebnisse vor.

Suizidalität bei Menschen mit Demenz: Einen Zusammenhang zwischen Demenz und Suizidrisiko hat bereits jüngere Forschung aufgezeigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Großbritannien haben nun in einer aktuellen Publikation untersucht, inwieweit sich das Suizidrisiko zwischen verschiedenen Demenzarten unterscheidet. Die Unterschiede zu verstehen ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung.

Für viele Menschen sind kalorienfreie Süßstoffe eine willkommene Alternative zum Zucker, speziell für Menschen, die auf ihr Gewicht achten oder die an Diabetes leiden. Unter dem Titel Dem Gehirn zuliebe auf Süßstoffe verzichten stellen wir Ihnen eine neue Studie aus Brasilien. Diese wirft einen Blick auf die möglichen Folgen, die der Konsum von Zuckerersatzstoffen und Süßungsmitteln für die geistige Leistung hat.

Berichten möchten wir Ihnen auch von unseren Kongressreisen, die wir von digiDEM Bayern kürzlich unternommen haben. Sich mit Fachkollegen austauschen, die Netzwerke erweitern und unsere eigenen Forschungsergebnisse dem nationalen und internationalen Fachpublikum vorstellen - dazu hatten wir von digiDEM Bayern gleich zweimal das Vergnügen. Wir besuchten den Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) in Hamburg und die 35. Alzheimer Europe Conference in Bologna, Italien. Was uns - neben vielen teils noch unveröffentlichten Studienerkenntnissen - in besonderer Erinnerung geblieben ist, waren die Worte des italienischen Demenzforschers Prof. Marco Trabucchi. In einer eigenen Abwandlung eines Sinnspruchs des Dichters und Literatur-Nobelpreisträgers Joseph Brodsky sagte Trabucchi: „Wenn irgendetwas die Erinnerung ersetzen kann, dann ist es die Liebe.“

Kennen Sie schon die digitalen Angebote von digiDEM Bayern für Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick, nutzen Sie unsere kostenfreien Test- und Informationsangebote und empfehlen Sie sie weiter.

Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse!

Herzliche Grüße
Ihr digiDEM Bayern-Team

Ist wirtschaftliche Ungleichheit ein Demenzrisikofaktor?

Vermögen, Einkommen und das Risiko von Menschen ab 80 Jahren in Deutschland, an Demenz zu erkranken: Welche Zusammenhänge gibt es? Kommen wirtschaftliche Ungleichheiten zum Tragen? Die Fragestellungen untersuchten Forschende aus Deutschland, Großbritannien und Australien. Um es vorwegzunehmen: Zwischen Wohlstand und Demenz gibt es einen Zusammenhang. „Dieses Wissen hat das Potenzial, die Forschung zu Armut und Ungleichheit erheblich zu verbessern“, schreiben die Forschenden aus Deutschland, …

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Zwischen dem Einkommen und dem Risiko einer Demenz war kein Zusammenhang festzustellen.

Frontotemporale Demenz: Wenn strafrechtliche Verfolgung droht

Bei Menschen mit Frontotemporaler Demenz (FTD) tritt kriminelles Risikoverhalten häufiger auf als bei Menschen mit anderen Formen von Demenz. Das haben Forschende aus Deutschland, den Niederlanden und Australien herausgefunden. Ihre Studie wurde im August 2025 in der international renommierten Fachzeitschrift Nature Translational Psychiatry publiziert. Neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz können nicht nur das Gedächtnis oder etwa auch die Sprache beeinträchtigen. Bereits in frühen Krankheitsstadien …

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Bereits in frühen Krankheitsstadien können Menschen mit Demenz ein sogenanntes „kriminelles Risikoverhalten“ entwickeln. Dazu gehören Delikte wie zum Beispiel Diebstahl, ungebührliches Verhalten wie etwa Belästigung und öffentliches Urinieren, Sachbeschädigung und Fahren unter Alkoholeinfluss.

Demenzprävention dank Hund und Katze

Dass Haustiere einen positiven Einfluss auf die kognitive Funktion haben und einem kognitiven Abbau im späteren Erwachsenenalter entgegenwirken können, ist wissenschaftlich bereits belegt. Doch macht es einen Unterschied, welches Haustier man hat? Und welche Rolle spielt das Alter, in dem man sich das Haustier zulegt? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz sind diesen Fragen nachgegangen. Sich mit einer Katze zuhause …

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Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die positiven Effekte eines Haustieres auf den kognitiven Abbau möglicherweise hauptsächlich allein auf den Besitz von Katzen und Hunde zurückzuführen sind, nicht auf den Besitz eines Tieres im Allgemeinen.

Suizidalität bei Menschen mit Demenz 

Einen Zusammenhang zwischen Demenz und Suizidrisiko hat bereits jüngere Forschung aufgezeigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Großbritannien haben nun in einer aktuellen Publikation untersucht, inwieweit sich das Suizidrisiko zwischen verschiedenen Demenzarten unterscheidet. Die Unterschiede zu verstehen ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung. Suizidgedanken, Suizidversuche und Suizidtodesfälle werden meist unter dem Überbegriff Suizidalität zusammengefasst. Suizidalität bezeichnet im Allgemeinen einen psychischen …

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Wer Suizidgedanken hat, sollte immer professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Warnsignale sollten ernst genommen werden.

Dem Gehirn zuliebe auf Süßstoffe verzichten 

Für viele Menschen sind kalorienfreie Süßstoffe eine willkommene Alternative zum Zucker, speziell für Menschen, die auf ihr Gewicht achten oder die an Diabetes leiden. Eine neue Studie aus Brasilien wirft einen Blick auf die möglichen Folgen, die der Konsum von Zuckerersatzstoffen und Süßungsmitteln für die geistige Leistung hat. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten über einen Zeitraum von acht Jahren den …

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Wer seiner geistigen Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte auf kalorienarme und kalorienfreie Süßungsmittel besser verzichten und lieber zu natürlichen Alternativen wie zum Beispiel Honig greifen.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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