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Schwerpunktthema

„Demenz-Screening: Wie gehen Betroffene mit den Testergebnissen um?“

Demenz-Screening: Warum Menschen zögern
Mentale Belastung durch Demenz-Selbsttest?
Erleichterung nach dem Gedächtnistest
Auf Demenz getestet – und nun?
Bereit für den Demenztest?


Titelbild digiDEM Bayern

Liebe Leserin, lieber Leser,

für uns von digiDEM Bayern sind unsere Demenz-Screeningtage von großer Bedeutung. Deshalb freuen wir uns über den großen Zuspruch, den sie in ganz Bayern hervorrufen. Anlässlich der 6. Bayerischen Demenzwoche vom 19. bis 28. September 2025 haben nun die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, an bayernweit 56 Standorten und sogar über die Demenzwoche hinaus ihre Gedächtnisleistung testen zu lassen – wohnortnah und kostenfrei. „Noch nie zuvor wurden in Europa innerhalb einer kurzen Zeit flächendeckend so viele Screenings zur Früherkennung von Demenz durchgeführt“, ordnet Prof. Dr. Peter Kolominsky-Rabas, Projektleiter von digiDEM Bayern, ein.

Der Neurologe sagt: „Die Nachfrage nach Gedächtnistests nimmt massiv zu, die gesellschaftliche Akzeptanz für Demenz-Früherkennung steigt.“ Aus zahlreichen Gesprächen wissen wir, dass viele Interessierte gerne kommen würden, es aber terminlich nicht immer möglich ist. Doch wohin können sich Menschen wenden, wenn sie bei sich selbst kognitive Einbußen bemerken? Bei solchen Fragen kann die sogenannte S3-Leitlinie „Demenzen“ hilfreich sein.

Die S3-Leitlinie, die regelmäßig aktualisiert wird, hat außerordentliches Gewicht. Dort sind zahlreiche Expertenempfehlungen zur Prävention, Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen, aber auch von leichter kognitiver Störung (Mild Cognitive Impairment (MCI) veröffentlicht. Erstellt von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften soll die S3-Leitlinie Ärztinnen und Ärzte und Pflegende darin unterstützen, in Diagnostik, Therapie, Betreuung und Beratung die richtigen und speziell wissenschaftlich fundierte Entscheidungen treffen zu können. Doch auch für Menschen mit Demenz, ihre pflegenden An- und Zugehörigen und für Entscheiderinnen und Entscheider im Gesundheitswesen ist die Leitlinie ein wichtiger Leitfaden.

In der September-Ausgabe unseres digiDEM Bayern Science Watch®-Newsletters setzen wir einen besonderen Schwerpunkt: „Demenz-Screening: Wie gehen Betroffene mit den Testergebnissen um?“ Wir stellen Ihnen internationale Studien vor, die unterschiedliche Aspekte zum Thema Demenz-Screening beleuchten.

Demenz-Screening: Warum Menschen zögern – dies ist unser erstes Thema. Trotz der Vorteile, die Demenz-Früherkennung mit sich bringt, zögern weltweit viele Menschen, ein Demenz-Screening in Anspruch zu nehmen. Forschende aus Singapur haben in einer aktuellen Studie acht Hauptfaktoren identifiziert, die die Bereitschaft, sein Gedächtnis testen zu lassen, beeinflussen.

Wer einen Demenz-Selbsttest durchführt, weiß nicht genau, was auf ihn zukommt. Für manchen kann ein Demenzscreening auch mit mentalen Belastungen verbunden sein. Forschende aus Schweden haben sich in einer Studie mit der Bedeutung von Angst bei Demenz-Selbsttests befasst. Lesen Sie mehr in unserem Artikel Mentale Belastung durch Demenz-Selbsttest?

Demenz-Screening durch den Hausarzt: Wo liegen die Risiken, wo der Nutzen? Forschende in den USA haben in einer Studie untersucht, ob es für ältere Menschen Vor- oder Nachteile hat, wenn diese sich gezielt auf Demenz testen lassen. Das Wichtigste aus dieser Studie erfahren Sie in Erleichterung nach dem Gedächtnistest.

Demenzvorsorge auf kommunaler Ebene – wie kann sie gelingen? Darüber berichten wir unter dem Titel Auf Demenz getestet – und nun? Eine Studie aus den USA hat untersucht, wie ältere Menschen mit ihren Testergebnissen und den Informationen, die sie nach dem Test erhalten haben, umgehen. So teilt mehr als die Hälfte der Studienteilnehmenden ihre Screening-Ergebnisse der Familie mit, gut ein Drittel informiert medizinische Fachkräfte.

Forschende aus China fanden heraus: 62 Prozent der befragten älteren Hochrisikopersonen waren bereit, an einem Demenz-Screening teilzunehmen. Sind sie also Bereit für den Demenztest? Tatsächlich unterzogen sich nur 12 Prozent dem Test. Als Erklärung für diese Diskrepanz führten die Forschenden psychologische Faktoren an.

Die 6. Bayerische Demenzwoche 2025 beginnt in Kürze. Wann und wo unsere nächsten Demenz-Screeningtage stattfinden, erfahren Sie auf unserer Webseite. Hier geht’s zu unserer Übersichtsseite. Das Testangebot richtet sich an Menschen ab 65 Jahren, die bei sich selbst eine Verschlechterung des Gedächtnisses wahrgenommen oder bei denen nahestehende Personen ein Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit bemerkt haben.

Kennen Sie schon die digitalen Angebote von digiDEM Bayern für Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick, nutzen Sie unsere kostenfreien Test- und Informationsangebote und empfehlen Sie sie weiter.

Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse!

Herzliche Grüße
Ihr digiDEM Bayern-Team

Anlässlich der 6. Bayerischen Demenzwoche vom 19. bis 28. September 2025 setzt das Forschungsprojekt digiDEM Bayern einen einzigartigen Meilenstein für die Früherkennung von Demenz: Bürgerinnen und Bürger können in allen bayerischen Regierungsbezirken an 56 Standorten ihre Gedächtnisleistung testen lassen.

Demenz-Screening: Warum Menschen zögern 

Trotz der Vorteile, die Demenz-Früherkennung mit sich bringt, zögern weltweit viele Menschen, ein Demenz-Screening in Anspruch zu nehmen. Forschende aus Singapur haben in einer aktuellen Studie acht Hauptfaktoren identifiziert, die die Bereitschaft, sein Gedächtnis testen zu lassen, beeinflussen. In ihrer Studie, die im Juli 2025 publiziert wurde, finden die Forschenden deutliche Worte: „Die Zurückhaltung gegenüber Demenz-Screenings bleibt ein erhebliches Problem.“ …

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Skepsis gegenüber den Gedächtnistests führt zu „erheblichen Verzögerungen“ bei der Diagnosestellung, was bedeutet, dass zwischen ersten Symptomen und der fachärztlichen Abklärung teils mehr als sieben Jahre liegen können.

Mentale Belastung durch Demenz-Selbsttest? 

Wer einen Demenz-Selbsttest durchführt, weiß nicht genau, was auf ihn zukommt. Für manchen kann ein Demenzscreening auch mit mentalen Belastungen verbunden sein. Forschende aus Schweden haben sich in einer Studie mit der Bedeutung von Angst bei Demenz-Selbsttests befasst. Demenz-Selbsttests gelten als gute Möglichkeit, um eine frühe Demenzdiagnostik zu fördern und Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu Demenzfrüherkennung zu ermöglichen. Ziel ist …

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Forschende aus Schweden haben sich in einer Studie mit der Bedeutung von Angst bei Demenz-Selbsttests befasst.

Erleichterung nach dem Gedächtnistest

Demenz-Screening durch den Hausarzt: Wo liegen die Risiken, wo der Nutzen? Forschende in den USA haben in einer Studie untersucht, ob es für ältere Menschen Vor- oder Nachteile hat, wenn diese sich gezielt auf Demenz testen lassen. Bislang war unklar, ob ein hausärztliches Screening auf Demenz älteren Menschen mehr Nutzen oder mehr Schaden bringt. Eine Studie aus den USA kam …

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Das Demenz-Screening hat nach einem Jahr die Lebensqualität der Teilnehmenden – im Vergleich mit Menschen, die sich nicht haben testen lassen – nicht beeinträchtigt.

Auf Demenz getestet – und nun?

Demenzvorsorge auf kommunaler Ebene – wie kann sie gelingen? Eine Studie aus den USA hat untersucht, wie ältere Menschen mit ihren Testergebnissen und den Informationen, die sie nach dem Test erhalten haben, umgehen. So teilt mehr als die Hälfte der Studienteilnehmenden ihre Screening-Ergebnisse der Familie mit, gut ein Drittel informiert medizinische Fachkräfte. Das Ziel einer Studie aus den USA war …

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So teilt mehr als die Hälfte der Studienteilnehmenden ihre Screening-Ergebnisse der Familie mit, gut ein Drittel informiert medizinische Fachkräfte.

Bereit für den Demenztest?

Forschende aus China fanden heraus: 62 Prozent der befragten älteren Hochrisikopersonen waren bereit, an einem Demenz-Screening teilzunehmen. Doch tatsächlich unterzogen sich nur 12 Prozent dem Test. Als Erklärung für diese Diskrepanz führten die Forschenden psychologische Faktoren an. Fast 40 Prozent der Demenzerkrankungen können durch frühzeitiges Screening und Behandlungsmaßnahmen verhindert oder gemildert werden. Dies legen aktuelle Studien nahe. Hinzu kommt, dass …

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Fast 40 Prozent der Demenzerkrankungen können durch frühzeitiges Screening und Behandlungsmaßnahmen verhindert oder gemildert werden
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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