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Schwerpunktthema „Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI)“

MCI – ein Vorhersagefaktor für Demenz
MCI ist weltweit verbreitet
Training bei MCI – digital und maßgeschneidert
Gehirnjogging und ein anderer Lebensstil
Leitlinien für die MCI-Therapie


Titelbild digiDEM Bayern

Liebe Leserin, lieber Leser,

die leichte kognitive Einschränkung (englisch: Mild Cognitive Impairment, kurz MCI) gilt als eine Erkrankung, die (noch) keine Demenz ist. MCI ist gekennzeichnet durch ein Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit, das größer ist als der Rückgang, der aufgrund von Alter und Bildung zu erwarten wäre. Die sogenannten Aktivitäten des täglichen Lebens, zum Beispiel Kochen, Einkaufen und der Körperpflege nachkommen, können noch weitestgehend ausgeführt werden und sind im Wesentlichen nicht beeinträchtigt.

In der Juli-Ausgabe 2025 unseres digiDEM Bayern Science Watch®-Newsletters rücken wir MCI in den Mittelpunkt – die Erkrankung gilt als ein Risikofaktor für Demenz. Deshalb ist es wichtig, der Diagnose und der Behandlung von MCI ausführlich Aufmerksamkeit zu schenken.

Wir haben eine Auswahl dessen zusammengestellt, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit rund um das Thema MCI herausgefunden haben.

Unter dem Titel MCI – ein Vorhersagefaktor für Demenz stellen wir das Wichtigste aus vier wissenschaftlichen Publikationen vor, die sich mit Diagnose und dem Fortschreiten hin zu einer Demenz befassen. Die Studien stammen aus Australien, Irland, Kanada und den USA.

Weltweit sind mehr als 15 Prozent der Menschen ab 50 Jahren, die zu Hause leben, von leichter kognitiver Beeinträchtigung betroffen. Ihr Anteil an der Allgemeinbevölkerung wird dabei von Faktoren wie zum Beispiel Alter und Bildungsniveau beeinflusst. Zu diesem und weiteren Erkenntnissen gelangten Forschende aus China. Lesen Sie mehr darüber in unserem Beitrag MCI ist weltweit verbreitet.

Personalisiertes, computergestütztes Gehirntraining kann eine wirksame Methode zur Verbesserung der geistigen Fähigkeiten bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung sein. Dies zeigte eine Studie unserer Kolleginnen und Kollegen des Universitätsklinikums Erlangen auf dem vergleichsweise jungen Forschungsfeld der MCI-Forschung. Die Studie wurde 2024 im renommierten Fachmagazin BMC Medicine veröffentlicht. Informieren Sie sich jetzt darüber im Artikel Training bei MCI – digital und maßgeschneidert.

Nicht immer sind Medikamente die Lösung, wenn es darum geht, die geistige Leistungsfähigkeit bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen zu verbessern und vielleicht sogar einer Demenz vorzubeugen. Unter dem Titel Gehirnjogging und ein anderer Lebensstil stellen wir eine Studie aus Hong Kong vor. Forschende haben in einer aktuellen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 zusammengestellt, welche miteinander kombinierten, nicht-medikamentösen Therapien förderlich sein können. Die Studie einer internationalen Forschungsgruppe untersuchte hingegen, inwiefern eine intensive Änderung des Lebensstils die geistige Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen kann.

Leitlinien für die MCI-Therapie sind wichtig. Um Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung zu versorgen, bedarf es wissenschaftlich belegter Empfehlungen für die MCI-Diagnostik und Behandlung. Forschende aus China haben einen systematischen Überblick über 13 Leitlinien – darunter vier Praxisleitfäden und neun sogenannten Konsenserklärungen von Fachexperten – zusammengestellt und miteinander verglichen.

Kennen Sie schon die digitalen Angebote von digiDEM Bayern für Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick, nutzen Sie unsere kostenfreien Test- und Informationsangebote und empfehlen Sie sie weiter.

Unser nächster digiDEM Bayern Science Watch®-Newsletter erscheint nach der Sommerpause. Schon jetzt dürfen wir Ihnen verraten, dass es in unserem neuen Schwerpunkt-Newsletter um ein spannendes Thema gehen wird: „Demenz-Screening: Wie gehen Betroffene mit den Testergebnissen um?“ Freuen Sie sich schon jetzt auf unsere September-Ausgabe.

Gerne möchten wir Sie auch auf die sechste Bayerische Demenzwoche hinweisen, die vom 19. bis 28.09.2025 stattfinden wird. Auch wir von digiDEM Bayern werden mit zahlreichen Demenz-Screeningtagen vertreten sein.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unserem Schwerpunktthema MCI!

Herzliche Grüße
Ihr digiDEM Bayern-Team

MCI – ein Vorhersagefaktor für Demenz

Häufig ist die Rede von Demenz. Doch auch eine andere Erkrankung sollte stärker in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses rücken: MCI. Die Abkürzung steht für Mild Cognitive Impairment, also leichte kognitive Beeinträchtigung. Wir stellen vier wissenschaftliche Publikationen vor, die sich mit Diagnose und dem Fortschreiten hin zu einer Demenz befassen.

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Trotz der kognitiven Beeinträchtigungen sind die Fähigkeiten zur Durchführung der Aktivitäten des täglichen Lebens wie etwa Einkaufen, Haushaltsführung, Umgang mit Geld, Benutzen des Telefons oder anderer Kommunikationsmittel und Autofahren weitestgehend erhalten.

MCI ist weltweit verbreitet

Bei MCI lassen das Gedächtnis oder andere Denkfähigkeiten etwas nach, aber noch nicht so stark, als dass man von einer Demenz sprechen würde.
Weltweit sind mehr als 15 Prozent der Menschen ab 50 Jahren, die zu Hause leben, von leichter kognitiver Beeinträchtigung betroffen. Ihr Anteil an der Allgemeinbevölkerung wird dabei von Faktoren wie zum Beispiel Alter und Bildungsniveau beeinflusst. Zu diesem und weiteren Erkenntnissen gelangten Forschende aus China.

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Training bei MCI – digital und maßgeschneidert

Personalisiertes, computergestütztes Gehirntraining kann eine wirksame Methode zur Verbesserung der geistigen Fähigkeiten bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung sein. Dies zeigte eine Studie unserer Kolleginnen und Kollegen des Universitätsklinikums Erlangen auf dem vergleichsweise jungen Forschungsfeld der MCI-Forschung. Die Studie wurde 2024 im renommierten Fachmagazin BMC Medicine veröffentlicht.

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Mindestens drei Mal wöchentlich sollten Sie ein wirklich herausforderndes, geistiges Training durchführen. Es muss nicht digital sein, aber es sollte Sie an die Grenzen Ihrer Denkfähigkeit bringen.

Gehirnjogging und ein gesunder Lebensstil

Die häufigste multimodale nicht-medikamentöse Therapie kombinierte dabei körperliches Training und kognitives Training miteinander.
Nicht immer sind Medikamente die Lösung, wenn es darum geht, die geistige Leistungsfähigkeit bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen (MCI) zu verbessern und vielleicht sogar einer Demenz vorzubeugen. Forschende aus Hong Kong haben in einer aktuellen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 zusammengestellt, welche miteinander kombinierten, nicht-medikamentösen Therapien förderlich sein können.

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Leitlinien für die MCI-Therapie

Um Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment, kurz MCI) zu versorgen, bedarf es wissenschaftlich belegter Empfehlungen für die MCI-Diagnostik und Behandlung. Forschende aus China haben einen systematischen Überblick über 13 Leitlinien – darunter vier Praxisleitfäden und neun sogenannten Konsenserklärungen von Fachexperten – zusammengestellt und miteinander verglichen.

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Nicht-pharmakologische Behandlungsmaßnahmen werden hingegen in sieben Leitlinien empfohlen. Dazu gehören körperliche Aktivität, kognitive Interventionen, diätetische und ernährungsbezogene Interventionen wie zum Beispiel die mediterrane Diät sowie Akupunktur.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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