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Schwerpunkt des Monats:

"Frauengesundheit"


Kognitive Reserve: Hoffnung für Frauen

Psychiatrische Symptome bei Frauen mit Alzheimer-Demenz

Führt Migräne zu Demenz?

Demenzrisiko: Schwangerschafterkrankungen

Zeitpunkt der Menopause ist entscheidend

Auf die richtige Schlafdauer achten



Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

„Frauen – sichtbar & gesund“ – der Jahresschwerpunkt des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention kann treffender nicht sein. Eine der Erkrankungen, von denen insbesondere Frauen betroffen sind, ist Demenz. Zwei Drittel der Menschen mit Demenz sind Frauen. Dies ist für uns von digiDEM Bayern Grund genug, die aktuelle Ausgabe unseres digiDEM Bayern Science Watch-Newsletters dem Schwerpunktthema Frauengesundheit zu widmen.

Das Wissen über frauentypische Risiken und Besonderheiten kann viel dazu beitragen, die Gesundheit von Frauen zu schützen und zu stärken. Deshalb beleuchten wir das Thema „Frauen und Demenz“ aus unterschiedlichen Perspektiven. Und deshalb bitten wir Sie: Nutzen Sie jede Möglichkeit zur Demenz-Früherkennung!

In unserem ersten Beitrag Kognitive Reserve: Hoffnung für Frauen stellen wir eine besondere Studie vor. Nicht nur das Demenzrisiko betrachten, sondern auch Schutzfaktoren analysieren, die das Risiko einer Alzheimer-Demenz reduzieren: Forscherinnen aus Kanada und Schweden haben untersucht, ob es hinsichtlich der sogenannten Kognitiven Reserve geschlechterspezifische Unterschiede gibt.

Bestimmte neuropsychiatrische Symptome wie zum Beispiel Depressionen und Psychosen treten bei Frauen mit Alzheimer-Demenz häufiger auf als bei Männern, die an einer Alzheimer-Demenz erkrankt sind. Lesen Sie im Artikel Neuropsychiatrische Symptome bei Frauen mit Alzheimer-Demenz mehr darüber.

Führt Migräne zu Demenz? Ob es einen Zusammenhang zwischen Migräne und Demenz gibt, haben koreanische Forschende bereits 2019 untersucht. Nach Auswertung der Daten von mehr als 11.000 Demenzpatientinnen und -patienten und mehr als 45.700 Kontrollpersonen stellten sie fest: Frauen mit einer Migräne-Vorgeschichte haben ein erhöhtes Demenzrisiko.

Unter dem Titel Demenzrisiko: Schwangerschaftserkrankungen erfahren Sie, was Forschende aus Irland und Schweden haben herausgefunden. Frauen, die an einer Schwangerschaftsvergiftung erkrankten, scheinen ein erheblich erhöhtes zukünftiges Risiko für vaskuläre Demenz zu haben.

Norwegische Forschende haben den Zusammenhang zwischen dem Alter bei Auftreten der Menopause, dem Alter der ersten Regelblutung und dem Risiko einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) und Demenz untersucht. Ergänzend dazu befassten sich US-Forscher mit dem präventiven Potential hormoneller Ersatztherapie bei Frauen in der Menopause. Darum geht es im Artikel mit der Überschrift Zeitpunkt der Menopause ist entscheidend.

Auf die richtige Schlafdauer achten – Schlafmangel ist längst als bedeutendes Problem anerkannt. Forschende aus den USA wiesen nach, weshalb besonders ältere Frauen auf die richtige Schlafdauer achten sollten. Denn die Schlafdauer sagt das zukünftige Risiko für kognitive Beeinträchtigungen einschließlich Demenz voraus.

Liebe Leserin, lieber Leser, noch bis 29.09.2024 findet die 5. Bayerische Demenzwoche statt. Wussten Sie, dass seit Sommer 2022 an mehr als 100 Demenz-Testtagen insgesamt 2.794 Bürgerinnen und Bürger in Bayern ihre Gedächtnisleistung kostenfrei und mit Hilfe eines wissenschaftlichen Kurztests im Projekt digiDEM Bayern haben überprüfen lassen? Darüber freuen wir uns sehr. Erfahren Sie im Beitrag Größtes Bevölkerungsscreening für Demenz in Deutschland mehr!

Kennen Sie schon die digitalen Angebote von digiDEM Bayern für Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick, nutzen Sie unsere kostenfreien Test- und Informationsangebote und empfehlen Sie sie weiter.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Herzliche Grüße
Ihr digiDEM Bayern-Team

Kognitive Reserve: Hoffnung für Frauen

Nicht nur das Demenzrisiko betrachten, sondern auch Schutzfaktoren analysieren, die das Risiko einer Alzheimer-Demenz reduzieren: Forscherinnen aus Kanada und Schweden haben untersucht, ob es hinsichtlich der sogenannten Kognitiven Reserve geschlechterspezifische Unterschiede gibt. Häufig ist die Rede von Risikofaktoren, die die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz (AD) begünstigen können. „Faktoren, die das AD-Risiko senken, wie die Kognitive Reserve, sind jedoch weniger gut erforscht“, …

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Forscherinnen aus Kanada und Schweden haben untersucht, ob es hinsichtlich der sogenannten Kognitiven Reserve geschlechterspezifische Unterschiede gibt.

Neuropsychiatrische Symptome bei Frauen mit Alzheimer-Demenz

Bestimmte neuropsychiatrische Symptome wie zum Beispiel Depressionen und Psychosen treten bei Frauen mit Alzheimer-Demenz häufiger auf als bei Männern, die an einer Alzheimer-Demenz erkrankt sind. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie von Forschenden aus den Niederlanden, Schweden, USA, Kanada und Australien. Bei Menschen mit Alzheimer-Demenz (AD) treten neuropsychiatrische Symptome (NPS) generell sehr häufig auf. Doch zwischen Männern und …

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Doch spezifische neuropsychiatrische Symptome traten vor allem beim weiblichen Geschlecht auf.

Führt Migräne zu Demenz?

Ob es einen Zusammenhang zwischen Migräne und Demenz gibt, haben koreanische Forschende untersucht. Nach Auswertung der Daten von mehr als 11.000 Demenzpatienten und mehr als 45.700 Kontrollpersonen stellten sie fest: Frauen mit einer Migräne-Vorgeschichte haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Zunehmend gibt es allgemein Hinweise darauf, dass Frauen und Männer eine unterschiedliche Gehirnstruktur haben. Bereits in früheren Studien wurde nachgewiesen, dass eine …

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Eine Migräne-Vorgeschichte scheint das Demenzrisiko zu erhöhen, insbesondere bei Frauen über 60 Jahren.

Demenzrisiko: Schwangerschaftserkrankungen

Forschende aus Irland und Schweden haben herausgefunden: Frauen, die an einer Schwangerschaftsvergiftung erkrankten, scheinen ein erheblich erhöhtes zukünftiges Risiko für vaskuläre Demenz zu haben. Entwickelt sich in späteren Lebensjahren eine Demenz, kann dies schon in jüngeren Jahren begünstigt worden sein, zum Beispiel in der Schwangerschaft. Seit längerem ist bereits bekannt, dass Frauen, die eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) hatten, im späteren Leben …

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Die Analysen deuten auf eine schlechtere kognitive Leistungsfähigkeit bei Frauen hin, die in der Vergangenheit unter einer Schwangerschaftsvergiftung litten.

Zeitpunkt der Menopause ist entscheidend

Norwegische Forschende haben den Zusammenhang zwischen dem Alter bei Auftreten der Menopause, dem Alter der ersten Regelblutung und dem Risiko einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) und Demenz untersucht. Frauen sind weltweit häufiger von Demenz betroffen als Männer. Deshalb erkennen Fachexperten zunehmend an, dass Demenzprävention eine zentrale Priorität für die globale Frauengesundheit darstellen sollte. Demzufolge gelte es, die Ursachen für das …

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Trat die Menopause vor dem 45. Lebensjahr auf, war dies mit einem um 56 Prozent höheren Risiko verbunden als ein durchschnittliches „Menopausenalter“ von 50 Jahren.

Auf die richtige Schlafdauer achten

Schlafmangel ist längst als bedeutendes Problem anerkannt. Forschende aus den USA wiesen nach, weshalb besonders ältere Frauen auf die richtige Schlafdauer achten sollten. Denn die Schlafdauer sagt das zukünftige Risiko für kognitive Beeinträchtigungen einschließlich Demenz voraus. Wussten Sie, dass die erste experimentelle Studie zum Schlafentzug an Menschen im Jahr 1896 stattfand? Seither gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Schlafmangel die …

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Forschende aus den USA wiesen nach, weshalb besonders ältere Frauen auf die richtige Schlafdauer achten sollten.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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