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Schwerpunkt des Monats:

"Risikofaktoren für Demenz"


Schwerhörigkeit ist ein veränderbarer Risikofaktor

Der Demenz im "jungen Alter" vorbeugen

Finger weg von hochverarbeiteten Lebensmitteln

Vorhofflimmern und Demenz

Wenn weniger Schlaf zum Demenzrisiko wird


Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

die Risikofaktoren, eine Demenz zu entwickeln, sind zahlreich. Das Rauchen gehört dazu ebenso wie Bewegungsmangel oder zum Beispiel auch Bluthochdruck und Übergewicht. Doch manche der Risikofaktoren sind veränderbar. Bestimmte Risiken lassen sich verringern, wie neueste Studien erneut bestätigen.

In der neuen Ausgabe unseres digiDEM Bayern Science Watch-Newsletters mit dem Schwerpunkt „Risikofaktoren bei Demenz“ möchten wir Mut machen: Mut, achtsam zu sein und aktiv Demenzprävention zu betreiben – lange, bevor sich erste Anzeichen einer beginnenden Demenz zeigen können. Doch auch in der Therapie gibt es Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

In unserem ersten Beitrag Schwerhörigkeit ist ein veränderbarer Risikofaktor stellen wir eine Studie aus Singapur vor. Wer nicht mehr so gut hört und deshalb ein Hörgerät trägt, verringert langfristig den Rückgang seiner kognitiven Fähigkeiten um 19 Prozent.

Der Demenz im „jungen Alter“ vorbeugen - welche Faktoren in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko, an einer früh beginnenden Demenz zu erkranken, stehen, hat eine Gruppe von niederländischen und britischen Forschenden untersucht.

Etwa 35 Prozent der Demenzerkrankungen sind auf veränderbare Risikofaktoren wie etwa Lebensmittelkonsum zurückzuführen. Den Verzehr großer Mengen von industriell hergestellten und hochverarbeiteten Lebensmitteln bringen Forschende aus Großbritannien dabei mit der Entstehung einer Demenz in Verbindung. Lesen Sie mehr in Finger weg von hochverarbeiteten Lebensmitteln.

Ob Vorhofflimmern ein Risikofaktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz ist, wird derzeit unter Medizinern intensiv debattiert. In Vorhofflimmern und Demenz erfahren Sie neueste Forschungsergebnisse aus China.

Wer zu kurz oder unregelmäßig schläft, hat ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kamen Forschende aus den USA. Darüber berichten wir in Wenn weniger Schlaf zum Demenzrisiko wird.

Zum guten Schluss möchten wir Sie auf unser neuestes kostenloses digitales Angebot aufmerksam machen. Die Online-Plattform "Sicheres Pflegen zu Hause" ist ein praktischer und interaktiver Ratgeber für die Wohnraumgestaltung für Menschen mit Demenz und speziell für ihre pflegenden An- und Zugehörigen. Besuchen Sie mit einem Klick das "virtuelle Haus": In jedem Raum lässt sich interaktiv und benutzerfreundlich erkunden, wie sich mit konkreten Vorschlägen das Zuhause sicher gestalten lässt. Denn schon kleinere Veränderungen können die Pflege erleichtern und mögliche Gefahren ausschließen.

Wenn der Pflegebedarf von Menschen mit Demenz steigt, nimmt auch die Belastung der pflegenden An- und Zugehörigen zu. Allen, die hierbei die eigenen Versorgungsbedarfe erkennen möchten, legen wir unseren digitalen Fragebogen "digiDEM Bayern DEMAND®" ans Herz. Probieren Sie den Fragebogen aus. Und empfehlen Sie dieses durchdachte und hilfreiche Unterstützungsangebot gerne weiter.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Herzliche Grüße
Ihr digiDEM Bayern-Team
Gerne möchten wir Sie an dieser Stelle zudem auf die vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) veranstaltete Bayerische Demenzwoche hinweisen. Vom 20.-29.09.2024 finden in ganz Bayern im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche Veranstaltungen zum Thema "Demenz" statt.

Interessierte können sich über den folgenden Link (Demenzwoche (bayern.de)) über Veranstaltungen bei ihnen in der Nähe oder virtuell informieren.

Sollten Sie im Rahmen der Bayerischen Demenzwoche selbst eine Veranstaltung planen, finden Sie über den selben Link eine Möglichkeit, Ihre Veranstaltung im Veranstaltungskalender einzutragen. Im Anschluss werden Ihnen vom StMGP hilfreiche Informationen und Materialien, wie beispielsweise Foliensätze, zur Verfügung gestellt.

Schwerhörigkeit ist ein veränderbarer Risikofaktor

Schwerhörigkeit gehört zu einem der wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz. Doch dieses Risiko lässt sich verringern – indem Betroffene ein Hörgerät oder ein Cochlea-Implantat nutzen. Forschende aus Singapur haben herausgefunden: Wer nicht mehr so gut hört und deshalb ein Hörgerät trägt, verringert langfristig den Rückgang seiner kognitiven Fähigkeiten um 19 Prozent.

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Wer nicht mehr so gut hört und deshalb ein Hörgerät trägt, verringert langfristig den Rückgang seiner kognitiven Fähigkeiten um 19 Prozent.

Der Demenz im „jungen Alter“ vorbeugen

Welche Faktoren in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko, an einer früh beginnenden Demenz zu erkranken, stehen, hat eine Gruppe von niederländischen und britischen Forschenden untersucht.
Welche Faktoren in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko, an einer früh beginnenden Demenz zu erkranken, stehen, hat eine Gruppe von niederländischen und britischen Forschenden untersucht. Sie analysierten Daten von mehr als 356.000 Studienteilnehmenden, die in der sogenannten UK Biobank, einer großen Langzeit-Studie in Großbritannien, erfasst sind.

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Finger weg von hochverarbeiteten Lebensmitteln

Etwa 35 Prozent der Demenzerkrankungen sind auf veränderbare Risikofaktoren wie etwa Lebensmittelkonsum zurückzuführen. Den Verzehr großer Mengen von industriell hergestellten und hochverarbeiteten Lebensmitteln bringen Forschende aus Großbritannien dabei mit der Entstehung einer Demenz in Verbindung.

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Etwa 35 Prozent der Demenzerkrankungen sind auf veränderbare Risikofaktoren wie etwa Lebensmittelkonsum zurückzuführen.

Vorhofflimmern und Demenz

Ob Vorhofflimmern ein Risikofaktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz ist, wird derzeit unter Medizinern intensiv debattiert.
Ob Vorhofflimmern ein Risikofaktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz ist, wird derzeit unter Medizinern intensiv debattiert. Ist die Therapie von Herzrythmusstörungen ein vor Demenz schützender Faktor? Und welche Therapieformen - Rhythmuskontrolle oder Pulssenkung – sind dabei effektiver?

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Wenn weniger Schlaf zum Demenzrisiko wird

Wer zu kurz oder unregelmäßig schläft, hat ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kamen Forschende aus den USA. Sie haben in einer Studie und über einen längeren Zeitraum hinweg 826 Teilnehmende nach ihren Schlafgewohnheiten befragt und diese auch neuropsychologisch untersucht.

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Achten Sie auf Ihr Schlafverhalten von mehr als sieben Stunden Schlaf und einer konstanten Schlafdauer und finden Sie eine Balance zwischen der Schlafdauer und einem gesunden und erholsamen Schlaf.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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