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digiDEM Bayern Science Watch

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

Einsamkeit ist ein Problem, das immer mehr Menschen betrifft und das sich im Zuge der Corona-Pandemie noch verschärft hat. So fühlten sich im Sommer 2020 laut dem Deutschen Alterssurvey 14 Prozent der 46- bis 90-Jährigen einsam. Damit war der Anteil 1,5-mal höher als in den Befragungsjahren 2014 und 2017. Bei den über 85-Jährigen berichteten sogar 40 Prozent von Gefühlen der Einsamkeit.

Einsamkeit macht krank. Studien deuten auf eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin, ebenso auf vermehrte psychische Leiden wie Angststörungen, Depressionen - und Demenz. Die Forschung liefert bereits einige Hinweise darauf, dass soziale Isolation und Einsamkeit die Entwicklung einer Demenz begünstigen können. Auf der anderen Seite können gemeinschaftliche Aktivitäten eine schützende Wirkung haben.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Themas haben wir einen Schwerpunkt-Newsletter zusammengestellt. Darin finden Sie wissenschaftliche Erkenntnisse aus ausgewählten Studien zum Thema Einsamkeit und Demenz.

Zudem können Sie sich hier unser aktuelles Webinar zum Thema als Video-Mitschnitt anschauen.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

Herzliche Grüße

Ihr digiDEM Bayern-Team

Einsamkeit erhöht das Demenzrisiko

Wie sich soziale Isolation und Einsamkeit auf Menschen auswirken können, haben die vergangenen Monate mit den Corona-Kontaktbeschränkungen auf teils dramatische Weise gezeigt. Schon länger gibt es Hinweise darauf, dass sozial isolierte oder einsame Menschen ein höheres Risiko haben, eine Demenzerkrankung zu entwickeln.

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Mann mit Geh-Stock von hinten, vor Sonnenuntergang.

Höheres Demenzrisiko für Alleinlebende?

Der Lebensstil eines Menschen beeinflusst sein Risiko, später an einer Demenz zu erkranken - darin ist sich die Forschung einig. Zu den relevanten Faktoren zählen etwa Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte. Da soziale Kontakte jedoch schwer messbar sind, haben britische Forscher*innen speziell das Demenzrisiko alleinlebender Personen untersucht.

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Ältere Frau sitzt draußen auf einer Bank.

Soziale Teilhabe via Smartphone und Tablet

Videoanrufe, Online-Sportkurse, digitale Spieleabende: Gerade während der Corona-Pandemie haben viele Menschen Internet-Anwendungen genutzt, um trotz Kontaktbeschränkungen miteinander im Austausch zu bleiben. Wie verhält es sich bei älteren Menschen? Helfen digitale Technologien ihnen dabei, am gemeinschaftlichen Leben teilzuhaben?

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Älterer Mann benutzt ein Tablet.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
Friedrich-Alexander-Universität_Erlangen-Nürnberg_logo
Medical Valley Logo
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Logo des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege
Logo der Bayerischen Demenzstrategie mit Schriftzug "Festhalten, was verbindet"