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Psychosoziale Interventionen
in der Demenzbehandlung
digiDEM Bayern-Sonderreihe zur
Bayerischen Demenzwoche 2023
Heute in Teil 14: MEHRKOMPONENTEN-THERAPIE
bei DEMENZ
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Liebe Leserin, lieber Leser,
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in unserer Sonderreihe anlässlich der Bayerischen Demenzwoche 2023 stellen wir Ihnen heute eine weitere psychosoziale Intervention in der Demenzbehandlung vor.
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Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen!
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Mehrkomponenten-Therapie bei Demenz
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von Prof. Dr. Elmar Gräßel
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Was ist eine Mehrkomponenten-Therapie?
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Nach dem gegenwärtig allgemein anerkannten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell wird Krankheit, insbesondere chronische Erkrankungen, aber auch der Erhalt von Gesundheit nicht durch einen Faktor allein verursacht. Dafür sind in der Regel mehrere Komponenten verantwortlich – biologische, psychologische und soziale. Angewandt auf das chronische Krankheitsbild der Demenz kommen als biologische Faktoren unter anderem körperliche Aktivität (Motorik), als psychologische Faktoren insbesondere die gezielte Anregung geistiger Fähigkeiten (Kognition) und als soziale Faktoren unter anderem das Erleben von anregenden Einflüssen in der Gruppe mit Kommunikation und Austausch in Frage. Werden diese Faktoren in einem systematischen Therapiekonzept angewandt, spricht man von Mehrkomponenten-Therapie, oft auch als „multimodal“ bezeichnet. Dabei gelten Arzneimittel nicht als eine Komponente. Es geht um nicht-pharmakologische Therapien.
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Für wen eignet sich die Mehrkomponenten-Therapie?
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Die Mehrkomponenten-Therapie eignet sich für Personen in allen Schweregraden der Demenz, die in der Gruppe zusammenkommen können wie etwa in Betreuungsgruppen, Tagesstätten oder im Pflegeheim. Dabei ist zu beachten, dass die Gruppen vom Schwergrad der Demenz aus betrachtet einigermaßen homogen sein sollten. So benötigen Menschen mit schwerer Demenz eine eigene Gruppe mit einer eigens für sie konzipierten, angepassten Mehrkomponenten-Therapie.
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Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die Wirksamkeit der Mehrkomponenten-Therapie?
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Die Ergebnisse der Übersichtsarbeit (englisch: Systematic Review) zeigen deutlich, dass eine Kombination von motorischem und kognitivem Training mit einer Förderung von Alltagsaktivitäten kombiniert werden sollte. Vorteilhafte Effekte auf die geistigen Fähigkeiten der Demenzkranken sind dann nachweisbar, wenn die Mehrkomponenten-Therapie mindestens dreimal in der Woche für jeweils mindestens 30 Minuten über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen angewandt wird.
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Yorozuya K, Kubo Y, Tomiyama N, Yamane S, Hanaoka H (2019).
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A systematic review of multimodal non-pharmacological interventions for cognitive function in older people with dementia in nursing homes. Dement Geriatr Cogn Disord 48:1-16
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Weblink zur Veröffentlichung:
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Aufruf zur Studienteilnahme:
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Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
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- Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
- Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.
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Über digiDEM Bayern
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Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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