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Psychosoziale Interventionen

in der Demenzbehandlung





digiDEM Bayern-Sonderreihe zur

Bayerischen Demenzwoche 2023





Heute in Teil 13: KUNSTTHERAPIE bei DEMENZ

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserer Sonderreihe anlässlich der Bayerischen Demenzwoche 2023 stellen wir Ihnen heute eine weitere psychosoziale Intervention in der Demenzbehandlung vor.

Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen!

Herzliche Grüße

Ihr
digiDEM Bayern-Team





Kunsttherapie bei Demenz
von Ilona Hörath, M.A.

Was ist Kunsttherapie?
Kunst, Musik oder Geschichtenerzählen sind therapeutische Maßnahmen, die mehr und mehr in der Demenzbetreuung eingesetzt werden. Als Form der Psychotherapie nutzt die Kunsttherapie Kunstmedien als Mittel des Ausdrucks und der Kommunikation. Auf diese Weise können Menschen mit Demenz ein Gefühl der Identität wiedererlangen, aber auch Fähigkeiten erkunden, die ihnen normalerweise nicht möglich wären.

Für wen eignet sich die Kunsttherapie?
Während ihrer Anwendung trägt Kunsttherapie zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz in vier Bereichen statt. Dazu gehören zum Beispiel Aufmerksamkeit und Konzentration, aber auch Motivation und Stimmung genauso wie Wohlbefinden und Engagement. Verringert werden also auch die verhaltensbedingten und psychologischen Symptome der Demenz. Bezieht die Kunsttherapie Elemente des "Im-hier-und-jetzt-Seins" ein, erhöht sie die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Betroffenen und ihren Betreuern.

Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die Wirksamkeit der Kunsttherapie?
Weil die kreative Kunsttherapie auf unterschiedliche Bedürfnisse der einzelnen Personen zugeschnitten werden kann, gilt sie als wirksam. Dies ist eines der Ergebnisse einer Übersichtsarbeit (englisch: Systematic Review), die 2021 veröffentlicht wurden. Auch Richards und seine Kolleg*innen bestätigen dieses Ergebnis.



Referenzen
1. Emblad SYM, Mukaetova-Ladinska EB (2021).
Creative Art Therapy as a Non-Pharmacological Intervention for Dementia: A Systematic Review
Weblink zur Veröffentlichung:
https://content.iospress.com/articles/journal-of-alzheimers-disease-reports/adr201002

2. Richards AG, Tietyen AC, Jicha GA, Bardach SH, Schmitt FA, Fardo DW, Kryscio RJ, Abner, EL (2018).
Visual Arts Education improves self-esteem for persons with dementia and reduces caregiver burden: A randomized controlled trial
Weblink zur Veröffentlichung:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6494711/
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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