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digiDEM Bayern Science Watch

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,
ausreichend Schlaf ist wichtig, damit Körper und Geist sich erholen und regenerieren können. Während des Schlafens kann das Gehirn Erlebtes verarbeiten und Erinnerungen festigen. Wenn man hingegen zu wenig schläft, ist man am folgenden Tag oft unkonzentrierter und weniger leistungsfähig. Man fühlt sich müde, unzufrieden und ist leichter reizbar. Dauerhafter Schlafmangel kann sogar gesundheitliche Folgen haben, indem sich das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und psychische Beschwerden erhöht - möglicherweise sogar das Risiko für eine demenzielle Erkrankung.
Auch im Rahmen der Pflege eines Menschen mit Demenz spielt Schlaf eine wichtige Rolle. Demenz kann dazu führen, dass betroffene Menschen nachts aktiv sind und dabei auch Weglauftendenzen zeigen. Das kann wiederum Auswirkungen auf die Pflege hat, da pflegende Angehörige unter Umständen wach werden und in der Nacht Unterstützung leisten müssen.
In diesem Newsletter mit dem Schwerpunkt "Schlaf und Demenz" möchten wir das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten: von den Auswirkungen der Schlafdauer auf das Demenzrisiko, über Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafqualität von Menschen mit Demenz, bis hin zum Zusammenhang zwischen Schlaf und Pflege.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!
Herzliche Grüße
Ihr digiDEM Bayern-Team

Höheres Demenzrisiko durch geringe Schlafdauer

Veränderungen des Schlafverhaltens sind bei Menschen mit Alzheimer-Krankheit oder anderen Demenzerkrankungen häufig anzutreffen. Es wird angenommen, dass die Veränderungen des Schlafes auf eine Fehlsteuerung des Schlaf-Wach-Zyklus zurückzuführen sind, die durch pathophysiologische Prozesse der Erkrankung verursacht werden.

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Wie sensorische Stimulation dazu beitragen kann, Schlafstörungen von Menschen mit Demenz zu verbessern

Bei Voranschreiten der demenziellen Erkrankung treten oftmals Schlafstörungen auf, welche nicht nur Einfluss auf den Menschen mit Demenz, sondern auch auf deren Angehörige oder deren Pflegefachkraft haben können. So kann ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus zu einem schnelleren geistigen Abbau führen, neuropsychiatrische Symptome verstärken und funktionelle Einbußen sowie eine verminderte Lebensqualität hervorrufen.

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Schlafen pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz kürzer und schlechter?

Die Pflege eines Menschen mit Demenz ist emotional und geistig anspruchsvoll, weshalb sich der allgemeine Gesundheitszustand eines Pflegenden negativ verändern kann. Es wird vermutet, dass Schlafstörungen diese Veränderungen verstärken können. Beispielsweise stehen akute und chronische Schlafprobleme in Verbindung mit einer schlechteren Stressregulierung.

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Schlechtere Schlafqualität durch gemeinsamen Haushalt?

Weltweit leben etwa 84% der Menschen mit Demenz in ihrer häuslichen Umgebung und werden von Angehörigen betreut. Angehörige empfinden dabei teilweise Schuld oder Einsamkeit, wenn sie nicht mit dem Menschen mit Demenz im selben Haushalt wohnen. Doch wie wirkt sich das Zusammenleben und der damit einhergehende „rund-um-die-Uhr-Kontakt“ auf die Schlafqualität der pflegenden Angehörigen aus?

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Wie sich die Pflege auf die Schlafgesundheit der pflegenden Angehörigen auswirkt

Die meisten Menschen mit Demenz werden zu Hause von ihren Angehörigen versorgt. Die Belastungen durch die Pflege und Veränderung des Schlafrhythmus der Menschen mit Demenz wirken sich oftmals auch negativ auf den Schlaf der pflegenden Angehörigen aus.

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Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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