logo-digidem-digitales-demenzregister-bayern.jpg
facebook twitter 

digiDEM Bayern Science Watch

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

Menschen mit Demenz zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung zu pflegen, verlangt den An- und Zugehörigen viel ab und kostet Kraft. Betroffene sind daher für Tipps, Hinweise und Unterstützungsangebote dankbar. Denn sie können nicht nur die eigene Pflegetätigkeit erleichtern. Auch die Gepflegten können davon profitieren.

In unserem ersten Beitrag Der Umzug kann noch warten stellen wir Ihnen aktuellste Forschungsergebnisse unserer Kolleg*innen am Interdisziplinären Zentrum für Health Technology Assessment (HTA) und Public Health (IZPH) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vor. Werden Menschen mit Demenz bedarfsgerecht und mit Hilfe eines erfolgreichen Fallmanagement versorgt, kann dies dem Umzug in ein Pflegeheim verzögern.

Wie wichtig Pflegekurse sind, zeigen Forschende aus Taiwan. Sie haben in einer Beobachtungsstudie herausgefunden: Sind Pflegende geschult, kann dies die Anzahl der Besuche von Demenzpatienten in der Notaufnahme und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten reduzieren. Lesen Sie dazu mehr in unserem Artikel Warum Pflegekurse hilfreich sind.

„mySupport“ ist ein Programm zur Vorausplanung der Pflege und wurde ursprünglich in Nordirland umgesetzt. Diese spezielle Schulung kann die Pflegenden von Menschen mit Demenz, die in Pflegeheimen leben, ermutigen. Im Beitrag Ermutigung durch vorausschauende Pflege- und Versorgungsplanung erfahren Sie, inwiefern die Pflegenden von der Schulung profitieren können.

Bei der Pflege auch Positives erleben – dies ist die Überschrift eines Artikels, in dem wir überraschende Studienergebnisse unserer Kolleg*innen des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zusammenfassen. Denn An- und Zugehörige, die Menschen mit Demenz pflegen, erleben nicht nur Stress oder das Gefühl mangelnder Anerkennung. Sie erleben auch positive Seiten der häuslichen Pflege.

Zum guten Schluss beleuchten wir in Was kostet Demenz? die globalen wirtschaftlichen Kosten, die die Erkrankung allein im Jahr 2019 verursachte. Wussten Sie, dass mehr als die Hälfte der Kosten auf Leistungen zurückfällt, die von pflegenden An- und Zugehörigen erbracht wurden? In einem „Kostenmodell für Demenz“ haben Wissenschaftler*innen im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitere beeindruckende Erkenntnisse zusammengefasst.

Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Lesen unseres Newsletters!

Herzliche Grüße

Ihr digiDEM Bayern-Team

Der Umzug kann noch warten

Ein erfolgreiches Case Management – zu deutsch auch als Fallmanagement bezeichnet - mit bedarfsgerechter Versorgung kann den Umzug von Menschen mit Demenz in ein Pflegeheim verzögern. Zu diesem Schluss gelangen drei unserer Kolleg*innen am Interdisziplinären Zentrum für Health Technology Assessment (HTA) und Public Health (IZPH) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Veröffentlicht wurde die Publikation im Juni 2023 im renommierten Fachmagazin “Das Gesundheitswesen”. Zu …

Weiterlesen
Ein erfolgreiches Case Management – zu deutsch auch als Fallmanagement bezeichnet - mit bedarfsgerechter Versorgung kann den Umzug von Menschen mit Demenz in ein Pflegeheim verzögern.

Warum Pflegekurse hilfreich sind

Wie wichtig Pflegekurse sind, zeigt eine aktuelle Studie aus Taiwan. Forschende haben in einer Beobachtungsstudie herausgefunden: Sind Pflegende geschult, kann dies die Anzahl der Besuche von Demenzpatienten in der Notaufnahme und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten reduzieren. Demenz ist eine vielschichtige Erkrankung, die einerseits Pflegende herausfordert. Andererseits führt sie zu Kostensteigerungen im Gesundheitssystem, zum Beispiel durch mehr Krankenhausaufenthalte von Demenzpatient*innen. „Patient*innen …

Weiterlesen
Die Beratung von pflegenden An- und Zugehörigen von Patient*innen mit MCI oder Demenz kann die Häufigkeit von Notfallbesuchen und Krankenhausaufenthalten der Patient*innen deutlich verringern.

Ermutigung durch vorausschauende Pflege- und Versorgungsplanung

Eine spezielle Schulung kann die Pflegenden von Menschen mit Demenz, die in Pflegeheimen leben, ermutigen. Denn ein Team von internationalen Forschenden hat gezeigt, dass das „mySupport“-Programm sich positiv unter anderem auf Entscheidungsfindungen auswirkt. Wer Menschen mit Demenz pflegt, übernimmt eine große Verantwortung. So müssen zum Beispiel stellvertretend wichtige Entscheidungen getroffen werden, wenn Demenzpatient*innen nicht mehr an Pflegegesprächen teilnehmen können. Doch …

Weiterlesen
Wer Menschen mit Demenz pflegt, übernimmt eine große Verantwortung.

Bei der Pflege auch Positives erleben

Wenn An- und Zugehörige Menschen mit Demenz pflegen, erleben die Betreuenden nicht nur Stress oder das Gefühl mangelnder Anerkennung. Vielmehr erfahren sie auch Positives. Dies hat ein Forschungsteam des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in einer aktuellen Studie wissenschaftlich belegt. Pflege muss nicht immer belastend sein. Sie kann auch ihre positiven Seiten haben, die sich erst durch die Pflegetätigkeit ergeben. Ursächlich …

Weiterlesen
Pflege muss nicht immer belastend sein.

Was kostet Demenz?

Mehr als die Hälfte der Kosten, die Demenz weltweit verursacht, fällt auf Leistungen zurück, die von pflegenden An- und Zugehörigen erbracht werden. Auch weitere beeindruckende Erkenntnisse haben Wissenschaftler*innen in einem „Kostenmodell für Demenz“ im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammengefasst. Für die Gesellschaft und die Gesundheitssysteme stellt Demenz eine große Herausforderung dar, sowohl hinsichtlich der sozialen als auch der wirtschaftlichen Folgen. …

Weiterlesen
Für die Gesellschaft und die Gesundheitssysteme stellt Demenz eine große Herausforderung dar, sowohl hinsichtlich der sozialen als auch der wirtschaftlichen Folgen.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
FAU_MedFak_H_RGB_blue
neu_medical-valley-450x300
UKER.svg_-1030x258-1-e1570533448599
gefoerdert-gesundheitsministerium-digidem-digitales-demenzregister-bayern
Logo der Bayerischen Demenzstrategie