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digiDEM Bayern Science Watch

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

eine gute Nachricht in eigener Sache. Sie führt nach Unterfranken. Kennen Sie die Gemeinde Thüngersheim bei Würzburg? Kürzlich avancierte die dortige Sporthalle zum Schauplatz für das erste regionale Demenz-Bevölkerungsscreening Deutschlands im ländlichen Raum. Mit unserem Demenz-Screeningtag haben wir von digiDEM Bayern gemeinsam mit unserem Partner, der Kommunalen Allianz Main-Wein-Garten e.V., erfolgreich Neuland betreten. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die kurzen Wege und die Möglichkeit, ihre Gedächtnisleistung kostenfrei und mit Hilfe eines wissenschaftlichen Kurztests überprüfen zu lassen und auf diese Weise eine erste Gewissheit zu erlangen. Acht Gemeinden aus den zwei Landkreisen Würzburg und Main-Spessart haben sich am Demenz-Screeningtag beteiligt. Darüber freuen wir uns sehr!

Für unseren Newsletter vor der Sommerpause haben wir für Sie wieder die internationale Fachliteratur studiert. Opioide kommen oft dann zum Einsatz, wenn Schmerzen so stark sind, dass herkömmliche Schmerzmittel nicht mehr ausreichen. Eine Studie aus Israel belegt: Menschen zwischen 75 und 80 Jahren haben ein größeres Risiko an Demenz zu erkranken, wenn sie verschreibungspflichtige Opioide einnehmen.

In einer systematischen Übersichtarbeit zeigen hingegen australische Forschende: Sogenannte enthemmte Verhaltensweisen lassen sich bei Demenz mit psychosozialen Behandlungsmaßnahmen wirksamer therapieren als mit Arzneimitteln.

Covid-19 lässt uns nicht los. Dänische Wissenschaftler*innen fanden heraus,
dass Covid-19 Patienten sowohl sechs als auch 12 Monate nach dem positiven Testergebnis ein höheres Risiko hatten an Alzheimer-Demenz zu erkranken als Menschen, die Corona-negativ waren.

Aus den Niederlanden kommt ein anderes interessantes Forschungsergebnis.
Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz können den Umgang mit Technik, zum Beispiel Smartphone oder Kaffeemaschine, wieder erlernen ­- oder neu erlernen. Die Forschenden haben dabei Lern-, Trainings- oder Coaching-Strategien oder Rehabilitationstechniken untersucht, die speziell für Menschen mit Demenz entwickelt wurden.

Zu guter Letzt möchten wir Sie auf ein Partnerangebot hinweisen. Der AOK-„Familiencoach Pflege" ist ein Online-Programm speziell für pflegende Angehörige. Er hilft, psychische Belastungen zu erkennen und sich vor Überforderung zu schützen. Denn: Nur wer ausreichend gut auf sich selbst achtet, kann auch anderen wirksam helfen. Sie finden den „Familiencoach Pflege" hier.

Mit diesem Newsletter verabschieden wir uns in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe erhalten Sie im September.

Das gesamte digiDEM Bayern-Team wünscht Ihnen erholsame Sommertage. Passen Sie gut auf sich auf!

Herzliche Grüße

Ihr digiDEM Bayern-Team

Demenzrisiko opioidhaltige Schmerzmittel

Menschen zwischen 75 und 80 Jahren haben ein größeres Risiko an Demenz zu erkranken, wenn sie Opioide einnehmen. Dies belegt eine Studie aus Israel, in der die Gesundheitsdaten von insgesamt 14 Prozent der Gesamtbevölkerung analysiert wurden. Trotz einer steigenden Anzahl an Opioidverordnungen bei älteren Erwachsenen gab es bisher nur wenige Studien über den Zusammenhang zwischen verschreibungspflichtigem Opioidkonsum und dem Risiko …

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Menschen zwischen 75 und 80 Jahren haben ein größeres Risiko an Demenz zu erkranken, wenn sie Opioide einnehmen.

Psychosoziale Behandlungsverfahren wirken bei enthemmtem Verhalten

Nichtmedikamentöse sogenannte psychosoziale Behandlungen sind bei der Verringerung enthemmter Verhaltensweisen bei Demenz wirksamer als pharmakologische Interventionen. Zu diesem Ergebnis kamen australische Forschende. Impulsives Verhalten, ungesunde Ernährung, Aufdringlichkeit oder Apathie können Ausdruck von sogenannten enthemmten Verhaltensweisen bei Demenz sein. Sowohl bei den Betroffen als auch bei Menschen in deren Umfeld verursachen sie erheblichen Stress. Wie sich Enthemmung verringern lässt, überprüften australische …

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Australische Wissenschaftler*innen überprüften, wie sich Enthemmung wirksam verringern lässt.

Höheres Alzheimer-Risiko bei Covid-19-Patienten

Wie sich Covid-19 auf die Häufigkeit neurologischer Erkrankungen auswirkt, zeigt eine aktuelle, breit angelegte Studie aus Dänemark. Demnach haben Covid-19-Patienten ein höheres Alzheimer-Risiko als Menschen, die Corona-negativ waren. Die Studie über Langzeitfolgen von Covid-19 analysierte die elektronischen Gesundheitsdaten von knapp 920.000 Dänen und Däninnen ab 18 Jahren, die in der Region um die Hauptstadt Kopenhagen und in der Region Seeland …

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Eine Covid-19-Erkrankung wirkt sich auf neurologische Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz und Schlaganfall aus.

(Wieder) erlernte Technik verbessert die Lebensqualität 

Ob Tee kochen, das Smartphone bedienen oder eine App nutzen: Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz können den Umgang mit Technik wieder - oder neu - erlernen. Zu diesem Ergebnis kam eine niederländische Studie. In ihrer Studie haben die Wissenschaftler*innen insgesamt 16 Studien ausgewertet und analysiert. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses standen Schulungsmaßnahmen, mit deren Hilfe Technologien wieder oder ganz neu erlernt …

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Menschen mit leichter Demenz können zum Beispiel die Touchscreen-Technologie (wieder) erlernen.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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