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digiDEM Bayern Science Watch

Titelbild digiDEM Bayern
Liebe Leserin, lieber Leser,

sind auch Sie genauso gut wie wir in das neue Jahr gestartet? Auch wenn der Januar schon beinahe wieder vorüber ist, wünschen wir Ihnen ein glückliches und gesundes 2023.

Zu Jahresbeginn greifen wir in unserem ersten Schwerpunkt-Newsletter ein brisantes Thema auf. Angehörige von Menschen mit Demenz stehen im Alltag meist vor großen Herausforderungen. Nicht immer ist es einfach, die Balance zwischen der Pflege von Menschen mit Demenz und den eigenen Bedürfnissen und Aufgaben zu halten. Deshalb möchten wir Ihnen Angebote für pflegende An- und Zugehörige vorstellen.

Wir haben uns dabei die entscheidende Frage gestellt. Gibt es wissenschaftliche Nachweise, dass sich diese Angebote tatsächlich positiv auf pflegende Angehörige auswirken? Soviel sei vorab verraten: Es gibt sie. Wir haben den aktuellen Welt Alzheimer Report 2022 intensiv gelesen und für Sie neues Wissen über Angebote für pflegende Angehörige zusammengestellt. Schon jetzt möchten wir Sie darauf hinweisen, dass der Welt Alzheimer Report 2022 auch in unserem Februar-Newsletter eine Rolle spielen wird.

Lesen Sie heute, wie sich Psychoedukation positiv auf pflegende Angehörige auswirkt und wie Positive Psychologie Wohlbefinden und die psychische Gesundheit fördern kann. Informieren Sie sich, wie sich Stürze von Menschen mit Demenz vermeiden lassen können und welches hausärztliche Versorgungsmodell nach einer diagnostizierten Demenz am wirksamsten ist.

In zwei weiteren Beiträgen erfahren Sie unter dem Titel „Nachsorge ohne Medikamente“, wie erfolgreich nicht-pharmakologische Maßnahmen für Menschen mit Demenz im Rahmen der Nachsorge sind. Wussten Sie, dass zu 40 Prozent der Demenzerkrankungen mit Risikofaktoren zusammenhängen, die sich verändern lassen können? Wir sind dieser beeindrucken Zahl zum Stichwort Demenzprävention auf den Grund gegangen.

Für unseren siebten Beitrag haben wir wissenschaftlich Belege gefunden, wie depressive Symptome und Stress bei pflegenden Angehörigen sowie Verhaltenssymptome bei Menschen mit Demenz können reduziert werden können.

Passend zum Thema möchten wir Sie auf die Webinaraufzeichnung
unseres jüngstes Science Watch LIVE Webinars aufmerksam machen. Unsere digiDEM Bayern-Kollegen stellen kompakt den aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Wirksamkeit unterschiedlicher Angebote für pflegende Angehörige dar. Hier gelangen Sie zu dem Webinar.

Merken Sie sich schon jetzt den Termin für unser Webinar im Februar vor. Am Dienstag, 14.02.2023 von 11.00 bis 11.45 Uhr informieren wir unter anderem über verschiedene Demenzformen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüße

Ihr digiDEM Bayern-Team

Positiver Effekt von Psychoedukation auf pflegende Angehörige

Persönlich oder auch webbasiert informieren, bilden und unterstützen: Sogenannte psychoedukative Maßnahmen wirken sich positiv auf die Gesundheit und die Lebensqualität der pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz aus. Forschende haben in mehreren wissenschaftlichen Studien herausgefunden, dass psychoedukative Maßnahmen - also Schulungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote - Stress und Ängste reduzieren, besonders dann, wenn die Maßnahmen maßgeschneidert sind. Zudem erweitern sie den …

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Schulungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote reduzieren Stress und Ängste.

Gesundheitsschutz durch Positive Psychologie

Eines der Schlüsselprinzipien der Positiven Psychologie ist es, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit zu fördern. Wer zum Beispiel gerade eine Pflegetätigkeit für einen Menschen mit Demenz übernommen hat, benötigt bei einer Lebensherausforderung wie dieser eine sogenannte Selbstregulierungsstrategie, bei der positive Emotionen hilfreich sind. “Eine wachsende Zahl von Forschungsarbeiten unterstreicht die einzigartige Rolle, die positives Denken und positive Emotionen für …

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Eine der Maßnahmen der Positiven Psychologie ist es, auf die Fähigkeiten zur Steigerung der Häufigkeit positiver Emotionen zu setzen.

Stürze vermeiden - aber wie?

Stürze von Menschen mit Demenz lassen sich vermeiden. Dabei ist es wichtig zu wissen, welche zusätzlich diagnostizierten Krankheiten vorliegen, wie sich die Medikationen gestalten oder in welcher Lebensumgebung sich der Betroffene befindet. Die Zahlen sind erschreckend. Über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren erlitten 31,1 Prozent der älteren Erwachsenen mit Demenz einen Sturz und 17,7 Prozent eine Fraktur, heißt es in …

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Menschen mit Demenz leiden häufig unter mehreren Krankheiten.

Versorgungsmanagement durch Hausärzte

Der Hausarzt bzw. die Hausärztin hat eine Demenzdiagnose gestellt. Und jetzt? Welches Versorgungsmodell für Menschen mit Demenz ist dabei am wirksamsten? Wissenschaftler*innen haben nachgewiesen, dass Versorgungsmanagement in der Primärversorgung dann erfolgreich ist, wenn Versorger*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen des Gesundheitswesens zusammenarbeiten und die Fallzahlen kleiner sind. "Der multidisziplinäre Ansatz ist der effektivste Weg, um die beste postdiagnostische Unterstützung zu bieten, die …

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Die meisten Demenzdiagnosen werden in der Hausarztpraxis diagnostiziert und dort betreut.

Unterstützung ohne Medikamente

Wie erfolgreich nicht-pharmakologische Maßnahmen für Menschen mit Demenz im Rahmen der Nachsorge nach einer Diagnosestellung sind, belegen immer mehr wissenschaftliche Arbeiten. "Nihilismus, Verzweiflung und Untätigkeit haben nach einer Demenzdiagnose keinen Platz." Zu diesem Schluss kommen die Autor*innen eines Beitrags im Welt Alzheimer Report 2022. Auch wer mit der Diagnose Demenz konfrontiert sei, verdiene die Möglichkeit, ein positives Leben zu führen …

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Menschen mit Demenz können auch ohne Medikamente unterstützt werden.

Demenzprävention verringert Risiken

Bis zu 40 Prozent der Demenzerkrankungen hängen mit Risikofaktoren zusammen, die sich verändern lassen können. Dazu gehören zum Beispiel der Lebensstil, Stress, die Ernährung und Gefäßerkrankungen. Das Präventionspotential ist also groß. Vorbeugend wirkt aber auch, vorhandene Wissenslücken zu Risikofaktoren zu schließen.. Eine finnische Langzeitstudie hat dabei eine ganze Reihe positiver Ergebnisse zu Tage gefördert. Demnach ist es möglich, den kognitiven …

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Bis zu 40 Prozent der Demenzerkrankungen hängen mit Risikofaktoren zusammen, die sich verändern lassen können.

Strukturiertes Vorgehen reduziert Depression und Stress

Depressive Symptome und Stress bei pflegenden Angehörigen sowie Verhaltenssymptome bei Menschen mit Demenz können reduziert werden. Ein Ansatz dafür ist die sogenannte DICE-Strategie. Angst, Depression, Gleichgültigkeit oder Umherlaufen - demenzbedingte neuropsychiatrische Symptome (NPS) sind eine große Herausforderung für Menschen mit Demenz, ihre Familienangehörigen und die Pflegenden. NPS bedeuten einen höheren Zeitaufwand für die Pflege und eine größere Belastung. Besonders dann, …

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Demenzbedingte neuropsychiatrische Symptome (NPS) sind eine große Herausforderung für Menschen mit Demenz, ihre Familienangehörigen und die Pflegenden.
Aufruf zur Studienteilnahme:
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
  • Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.

Über digiDEM Bayern

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
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