|
|
|
|
digiDEM Bayern SPECIAL EDITION
|
|
|
|
|
|
|
Liebe Leserin, lieber Leser,
|
aktuelle Meldungen aus der Demenz-Forschung – dafür ist unser digiDEM Bayern Science Watch Newsletter weithin bekannt. Unser Ziel ist es, Sie umfassend über neueste Forschungserkenntnisse zu informieren. Mit unser SPECIAL EDITION soll dies noch aktueller geschehen.
|
Nach langer Pause fand im Oktober und unter dem Motto "Building bridges" die internationale Konferenz Alzheimer Europe 2022 statt, mittlerweile zum 32. Mal. Wir von digiDEM Bayern haben dort unsere eigenen Wissenschaftsergebnisse dem internationalen Publikum vorgestellt und vom Fachpublikum viel Beifall erhalten.
|
Doch wir haben auch neueste Erkenntnisse aus anderen Ländern mitgebracht. Unsere Kolleg*innen haben viele spannende Vorträge rund um das Thema Demenz gehört. Die Auswahl, was wir ihnen exklusiv präsentieren, ist uns nicht leichtgefallen.
|
In der dritten Ausgabe unserer kleinen, aber feinen SPECIAL EDITION-Reihe haben unsere Kolleg*innen Nikolas Dietzel und Michael Zeiler wichtige Erkenntnisse kurz und knapp zusammengefasst.
|
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit den neuesten Forschungserkenntnissen!
|
|
Zeitgerechte Diagnosestellung durch Allgemeinärzt*innen
|
von Nikolas Dietzel, M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei digiDEM Bayern
|
Allgemeinärzt*innen sind häufig die erste Anlaufstelle für Senior*innen mit gesundheitlichen Problemen und spielen infolgedessen auch eine wichtige Rolle bei der Diagnosestellung einer Demenz. Ein niederländisches Forschungsteam hat nun in einer retrospektiven Beobachtungsstudie untersucht, wie Allgemeinärzt*innen Gedächtnisbeeinträchtigungen abklären. Bei den Personen, die durch die Allgemeinärzt*innen kognitiv getestet wurden, konnte bei mehr als 75% keine Diagnose gestellt werden (n = 100). Im Falle einer Überweisung an eine*n Facharzt/ärztin konnten in den meisten Fällen genaue Diagnosen gestellt werden (n = 66). Die Initiative für die diagnostische Abklärung haben überwiegend die Betroffenen selbst (28,5%) oder die nahen Angehörigen (26,8%) ergriffen, denen Gedächtnisbeeinträchtigungen aufgefallen waren.
|
Originaltitel: Managing memory complaints in Dutch general practice. A retrospective observational study using electronic patient records
|
Autor*innen: Iris Linden - Maastricht University, Netherlands; Marieke Perry - Radboud university medical center, Netherlands; Claire Wolfs - Alzheimer Centrum Limburg/Maastricht University, Netherlands; Carmen Dirksen - Maastricht University Medical Centre, Netherlands; Rudolf Ponds - Amsterdam University Medical Center, Netherlands
|
|
eHealth-Intervention ermöglicht wirksame Kontrolle der Demenz-Risikofaktoren
|
von Michael Zeiler, M.Sc., Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei digiDEM Bayern
|
Digitale Gesundheitsmaßnahmen könnten dazu beitragen, altersbedingten Krankheiten vorzubeugen. Aber noch ist wenig darüber bekannt, wie ältere Erwachsene solche Maßnahmen nutzen. Das Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob sich durch eine eHealth-Intervention Risikofaktoren (u. a. Bluthochdruck, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung) für Demenz bei älteren Erwachsenen beeinflussen lassen. Eine stärkere Beteiligung an der eHealth-Intervention (Coach-unterstützte Lernplattform) war mit einer signifikanten Verbesserung der genannten Risikofaktoren verbunden. Die Teilnehmenden mit geringem Engagement zeigten keine Verbesserung im Vergleich zur Kontrollgruppe. Personen mit begrenzter Computererfahrung, einem tendenziell niedrigeren Bildungsniveau oder schlechteren kognitiven Fähigkeiten waren weniger engagiert.
|
Originaltitel: Factors predicting engagement of older adults with a coach-supported eHealth intervention promoting lifestyle change, and associations between engagement and changes in cardiovascular and dementia risk: secondary analysis of an 18-month multinational randomized controlled trial
|
Autor*innen:Nicola Coley; Laurine Andre; Marieke Hoevenaar-Blom; Tiia Ngandu; Cathrien Beishuizen; Mariagnese Barbera; Lennard van Wanrooij; Miia Kivipelto; Hilkka Soininen; Willem A van Gool; Carol Brayne; Eric Moll van Charante; Edo Richard; Sandrine Andrieu
|
|
Unser Foto zeigt das digiDEM Bayern-Team auf der 32. Alzheimer Europe Konferenz vom 17. bis 19. Oktober 2022 in Bukarest:
|
digiDEM Bayern-Projektleiter Prof. Dr. med. Peter Kolominsky-Rabas (2. v. re.) und die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen (v. l.) Nikolas Dietzel, Anne Keefer, Michael Zeiler, Jana Rühl, Florian Weidinger und Alina Baumgartner.
|
|
|
|
|
|
|
|
Aufruf zur Studienteilnahme:
|
Das Demenz-Forschungsprojekt digiDEM Bayern zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Menschen mit Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Dafür suchen wir weiterhin Teilnehmende in ganz Bayern:
|
- Forschungspartner: Als Forschungspartner befragen Sie Betroffene im Verlauf von drei Jahren zu ihrer Versorgungssituation. In Frage kommen zum Beispiel Beratungsstellen, Fachstellen für pflegende Angehörige, Arztpraxen oder Gedächtnisambulanzen. Sie können die Befragungen aber auch als Einzel-Person durchführen. Weitere Informationen finden Sie hier.
- Betroffene: Sie leiden unter Gedächtnisproblemen oder bemerken dies verstärkt bei einem Angehörigen? In persönlich geführten Befragungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Situation zu schildern. Tragen Sie aktiv dazu bei, die Versorgungssituation nachhaltig zu verbessern. Weitere Informationen gibt es hier.
|
|
Über digiDEM Bayern
|
Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation von:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|